Blutende Wunden

pantoti

Kornsammler*in
Messages
5
Reaction score
0
Hey, eine von meinen Farbmäusen hat immer wieder blutende Wunden. Wenn diese einmal da sind, dann kratzt sie sich die oft noch ein paar Mal auf, bis die Bluten.
Die anderen hatten so etwas noch nie, bzw. nicht in diesem Ausmaß.
Ich frage mich, woran das liegen könnte und ob ich etwas damit machen kann (eincremen? Wenn ja, mit was?).
Hatte jemand von euch auch schon einmal das Problem?
Danke im Voraus für eure Hilfe !!!

IMG_7010.jpeg
 
Das sollte beim TA untersucht werden, ob es sich um eine Pilzerkrankung handelt. Entweder der TA kann sofort einen Pils diagnostizieren oder es müsste eine Kultur abgelegt werden.

Wenn eine Pilzerkrankung nicht behandelt wird, kann das böse ausgehen. Die Mäuse werden nicht aufhören zu kratzen, egal wie tief die Wunden sind. Auf der Seite von Angelus/Mäuseasyl Original gibt es umfangreiche Informationen zu Pilzerkrankung und Behandlung.

Es kann auch eine andere Ursache haben. Wichtig ist die Untersuchung auf Pilz, eine falsche Behandlung nur auf Verdacht wäre nicht so doll.
 
Oder auch Parasiten. Ein Weg zum Doc sollte da schon sein.

Bei mir hat die Tierärztin mal bei einem Mausi etwas Haare ausgezupft und konnte dann vor Ort schon sehen, dass da Nissen dran sind. Und die kann man recht gut behandeln.
 
Danke für die schnellen Antworten.
Ich werde auf jeden Fall morgen den Tierarzt anrufen.
Was vielleicht auch noch wichtig ist, die Maus hat sich auch seitdem, ich sie habe, die ganze Zeit gekratzt und das viel mehr als die anderen. Aus diesem Grund waren wir auch noch einmal in der Tierhandlung mit der, die meinten aber, die hat nichts bzw wir sollen die mit Beaphar Hautpflege Soothing Skincare Spray aber immer wieder hatte die dann die Wunden und auch immer Blut. Dann hat sie aber ihre Kleinen bekommen (im Februar) und seitdem kratzt sie sich eigentlich auch nicht mehr so übermäßig viel bzw. man sieht sie eigentlich auch nicht mehr so oft. Die hat aber jetzt nicht wirklich Kahle stellen nur dünnes lichtes Fell.
 
Hallo pantoti,

das geht auf keinen Fall von allein weg und muss dringend von einem Tierarzt untersucht werden, der sich auch mit Mäusen auskennt - das sind leider nicht so viele.

Mir fallen noch Milben als Ursache ein, aber eine Ferndiagnose ist natürlich unmöglich.

Wie kommt es denn, dass die Maus Nachwuchs hatte? War das bewusst geplant oder ein Versehen?

Viele Grüße, Lydia
 
Die Aussage in der Tierhandlung, sie habe nichts, ist mehr als fragwürdig. Diese Mitarbeiter sind auf den Verkauf geschult, doch in Bezug auf die Tiere liegen mangelhafte bzw. gar keine Kenntnisse vor.

Bitte keine Tiere im Zooladen mehr kaufen, die Tierheime und Pflegestellen sind froh, wenn sie die Kleinen vermitteln können.

Ich weiß noch gut, als damals Milky angefangen hat zu kratzen, da hat es drei TÄ'e gebraucht, bis endlich beim letzten Besuch der TA auf die Idee kam, eine Kultur anzulegen. Nach drei Wochen Befund: Pilz.

Oft kommen Mäuse inkl. Parasiten aus der Tierhandlung, weil sie in Massen auf kleinstem Raum gezüchtet werden. Da ist Maus Ware, wie viel davon sterben, leiden, krank sind, das ist egal. Sie sitzen auf ihren Extrementen, da schaut keiner der Vermehrer, wie es ihnen geht.

Und dann hat sie ihre Kleinen bekommen? Wurden denn die Geschlechter nicht geprüft oder wolltest du Babys?
 
Und ganzganz wichtig: Sind die kleinen schon gecheckt auf Junge/Mädchen? Sonst hast Du bald nochmal Nachwuchs! Ich habe "Trennung nach 28 Tagen" im Kopf!!!
 
Die war schon Schwanger bevor wir sie geholt haben. Das wussten wir aber nicht. Auf einmal wurde sie dann auch dicker und am nächsten Tag war der Nachwuchs schon da.
Ich habe mich dann auch erkundigt, wie das geht mit Trennen, und dann haben wir das auch gemacht. Jetzt haben wir nur noch Mädchen und eigentlich sind alle auch soweit gesund.

Wir wollten auch Mäuse aus Pflegestellen holen, dennoch ist das hier in der Nähe nicht so einfach.
Wegen des Tierarztes weiß ich nur, dass es in der Stadt hier bzw. in den Städten und Dörfern drumherum keiner wirklich mit Mäusen befasst. Dennoch hoffe ich trotzdem, dass ich jemanden Kompetenten finde.
 
Schau mal hier (TA Liste - insbesondere kleine Heimtiere):

 
Schau mal hier (TA Liste - insbesondere kleine Heimtiere):

Danke aber ich wohne genau da wo das große Nichts auf der Karte ist
 
Das wird schwierig und ich möchte dich bitten, mir das nicht übel zu nehmen, wenn ich hier dir einen Ratschlag geben möchte, den ich dir hier ans Herz lege.

Bitte mache dir Gedanken, ob du tatsächlich mit der Farbmaushaltung weiter machen möchtest. Denn leider sind Farbmäuse sehr krankheitsanfällig, während meiner Farbmaushaltung waren das vorwiegend Atemwegsinfekte und Tumore. Immer wieder hat es sich auch um Notfälle gehandelt, so dass ich außerhalb der normalen Sprechstunden zum Notdienst musste.

In meiner Region gibt es sehr viele Tierärzte, doch ich hatte viele Tierärzte konsultiert, die wenigsten davon kannten sich mit Farbmäusen aus. Die TA Kosten horrend.

Im Interesse der Mäuschen bitte ich dich von Herzen dich nach einem farbmauskundigen TA und einem Notdienst umzuschauen. Sollte das nicht ohne größeren Umstände gewährleistet sein, vielleicht findet sich Jemand, der die Kleinen aufnehmen kann.

Jetzt noch zu meiner Neugier, du schreibst, ihr habt nur noch Mädels. Deshalb gehe ich davon aus, es waren auch Böcke dabei, konntet ihr für die Jungs ein Zuhause finden? Denn es ist nicht einfach, Böcke unterzubringen, sie sollten kastriert werden.

Liebe Grüße Moni
 
Ich verstehe deine Sorge und ich danke dir auch für die Nachricht dennoch habe ich nicht vor die abzugeben.
Ich habe nie erwähnt, dass ich nicht im Notfall den langen Weg zum Tierarzt auf mich nehmen würde. Wären es auch die 2 h, würde ich es machen und die Kosten zu tragen wäre auch kein Problem für mich. Ich halte die Mäuse nicht leichtfertig. Und ich habe ja schon vorhin erwähnt, dass ich mich nach einem Tierarzt umschaue.
Ich habe zwar noch nicht so viel Erfahrung, was Mäusehaltung angeht, aber genau aus diesem Grund habe ich mich doch an euch gewendet, an Leute, die diese Erfahrung hoffentlich haben.
Die Böcke haben ein gutes Zuhause gefunden, da musst du dir keine Sorgen machen.
 
Ich würde dir empfehlen, einfach mal bei Tierärzten in deiner Nähe anzurufen und nachzufragen, ob sie Erfahrung mit Mäusen haben. Oft gibt es nämlich einzelne Spezialisten, die sich besonders gut mit ihnen auskennen.
Bei mir war es auch gar nicht so einfach, jemanden zu finden. Manche Tierärzte schreiben nämlich auf ihrer Website, dass sie auch Mäuse behandeln, aber in der Praxis merkt man dann schnell, dass die Erfahrung fehlt. Zum Beispiel, wenn sie die Tiere kaum richtig halten können oder eher auf gut Glück eine Diagnose stellen.
Ich finde es wirklich toll, wie sehr du dich um deine Kleinen kümmerst und dir die Mühe machst, einen passenden Tierarzt zu finden. Das machen längst nicht alle.
Deine Mäuse haben es bestimmt sehr gut bei dir. 🥰
Die Kleine sollte relativ bald dem Tierarzt vorgestellt werden denn eine meiner Mäuse (ich nehme an Kratzmaus. Ist vielleicht nicht das selbe aber trotzdem) hat sich dann innerhalb einer Nacht von Krusten bis auf die Muskeln aufgekratzt und dann war es leider zu spät um ihr zu helfen.
Ich wünsche der Kleinen jedenfalls gute Besserung und hoffe du findest schnell einen geeigneten Tierarzt
 
Hallo und herzlich willkommen @pantoti!
Manchmal gibt es für so ein Kratzverhalten eine konkrete Ursache z.B. Milben oder einen Pilz. Das muss dann diagnostiziert und behandelt oder ausgeschlossen werden.
In anderen Fällen lässt sich aber keine Ursache herausfinden und das Kratzverhalten hat sozusagen eine Eigendynamik (Ulzerative Dermatitis).

Eine Maßnahme ist das Krallen-Schneiden.
Das klingt jetzt banal, aber es kann tatsächlich helfen, den Teufelskreis zu durchbrechen.
Es gibt eine wissenschaftliche Untersuchung dazu:

In dieser Studie wurde herausgefunden, dass das Krallen schneiden in 93 % der Fälle von ulzerativer Dermatitis helfen kann.

Die Mäusekrallen haben sehr spitze Enden (Deshalb können die ja so gut klettern…), wenn die Maus sich eine Stelle bereits wund gekratzt hat, und mit diesen spitzen Krallen immer weiter macht, dann werden die Wunden immer tiefer und schlimmer. Deshalb kürzt man die Krallen an den Hinterbeinen so, dass die spitzen Enden weg und die Krallen dadurch relativ „stumpf“ sind.
CaptainC hat irgendwo hier im Forum eine Methode vorgestellt, wie man die Krallen gut kürzen kann, während die Maus an einem Gitter klettert (und einem dabei quasi die Krallen entgegen streckt).
 
Hier ist diese Methode von CaptainC:

 
Back
Top Bottom