"Begleitung" bei VG erbeten

puh, Du bist grad aber gut dabei, Du Arme!

Klingt sinnvoll. Und Du kannst den Kastraten ja immer noch zu den beiden tun, wenn es sich blöd entwickelt bei den andern.

Eine Maus unter Stress kriegt auch schneller den Infekt - manchmal kann ich bei VG-Schilderungen ahnen, wer das bald sein wird.
Momentan allerdings ist eine blöde Erkältungszeit mit also noch mehr Faktoren (& das Beißzeug ist auch einer).

Je nach Stall können zu den Binchens gut bis zu 4 Kastraten (gefühlt) - je nachdem also, was für ein zusammen sitzender Kastratentrupp in näxter Zeit was sucht ;-)

Alles Gute!
 
Hallo

die gestrige Trennung war - wie es derzeit aussieht - für alle Beteiligte der wichtige Weg:
Die beiden Bini-Mädchen verhalten sich, als wäre ihr Zweier-Team nie gestört worden. Sie haben nun eine Weidenbrücke und schon mehr Raum - alles verläuft sehr harmonisch.

Die drei Mädels plus Bub haben heute Nacht ein Klettergerüst bekommen gegen die Langeweile. Das haben zuerst die beiden kräftigen Mädchen in Beschlag genommen. Dann quietschte es einmal kurz und als ich schaute, saß Harvey breit grinsend neben den Mädels. Beim Schlafen haben sich allerdings die beiden starken Frauen auch wieder zwei Zentimeter von Harvey und Katherine abgesetzt. Frech habe ich ihnen eine kleine Weidenbrücke gegeben - es gab keine große Aufregung, und damit alle drunter liegen können, müssen sie kuscheln. Und das tun sie nun auch.

Ich bin immer in Hörweite heute - wenn es doch Schwierigkeiten geben sollte, kann ich sofort eingreifen.

Viele entspannte Grüße
Daisy-Bates
 
Hallo

ich brauche nochmals etwas Hilfe:
die beiden Binimädchen haben gut zueinander gefunden, allerdings sind beide immer noch erkältet. Aber das wird schon.
Sorgen macht mir die andere Gruppe, denn sie findet nicht zueinander. Es gibt immer wieder viel Geschrei - eine Nacht mehr, eine Nacht weniger. Leider habe ich die Gruppe im oberen Teil meines Mäuseschranks untergebracht, so dass ich aus der Ferne nicht sehen kann, wer mit der Stänkerei beginnt. Aber wie es auf mich wirkt, sind es nun besonders Sydney (die Stänkerin) und Katherine, die rangeln. Manchmal mischt auch Alice mit, der Kastrat scheint außen vor zu sein. Ab und an sehe ich ihn mal Sydney ausweichen und schnell weghuschen, aber das war es.
Seit nun 13 Tagen sind sie in dieser Konstellation zusammen, schlafen konsequent zusammen. Sie haben nur eine Fläche von 80 x 50,eine Weidenbrücke, einen kleinen Tisch (ca DIN A4) und drei Leitern bzw. Kletterleisten. Seit einer Woche habe ich nichts verändert, aber auch das hilft nicht. Manchmal habe ich fast das Gefühl, dass mehr Raum und Ablenkung helfen könnte, obwohl ich immer wieder Beschäftigungsfutter, Zeitungsschnipsel etc. anbiete.

Was sagt die Erfahrung: hat diese Gruppe noch eine Chance ?

Viele Grüße
Daisy-Bates
 
Wahrscheinlich schon, hier wurden schon viele Mäuse zusammengebracht.
Ich selber will allerdings, dass die sich finden - und tun sie's nicht, müssen sie sich (und mir) nicht das Leben schwer machen.

(Ich hatte ja früher schon überlegt, die alten Stänkerinnen auseinander zu nehmen. Es könnte übrigens sein - aber ich sehe die Maus nicht, meinen sehe ich sowas an - dass Sydney nur mit den 2 Binchen gut klarkäme und der einfach die vielen zu viel sind. Kann man testen. Falls ja - dann kurz, dass nicht die Binchen noch unnötigen Stress kriegen. Entweder ist das nach 3 Tagen super, oder ist's eben auch nix. "Dringend empfehlen" tue ich das gerade aber nicht, nur als OPtion zum Überlegen und Abspüren in die Runde werfen - dauernd hin & her ist ja auch nix - dieser Zustand freilich ebensowenig. Manchmal gibt's "die gute" Lösung einfach nicht mehr...)
 
Last edited:
Hallo

Die Stänkerin Sydney hatte sich ursprünglich ja besonders auf das ranghöhere Binchen "eingeschossen", daher hatte ich sie getrennt. Und innerhalb der nun bestehenden 4er-Gruppe war ursprünglich Alice das vorrangige Ziel von Sydney. Mir erscheint Sydney einfach als dominant ohne Ende - solch eine Maus hatte ich noch nie ...

Den Binchen möchte ich derzeit eigentlich keinen Stress zumuten, auch nicht "zur Probe", denn bei Esperance ist aus dem Niesen ein Knacken geworden.
Das Henna-Färben war übrigens unproblematisch ;-)
 
Die Stänkerin Sydney hatte sich ursprünglich ja besonders auf das ranghöhere Binchen "eingeschossen", daher hatte ich sie getrennt.
alles klar, hatte ich nicht mehr auf dem Schirm, sry.
Und das klingt sehr nach "Binchen in Ruhe lassen"

hatten wir's schon von Sidneys Vorleben? (Wo kam die her? Wie hat die wie lange gelebt? => ist das womöglich ne Kleinstgruppenmaus?)
 
Wenn du jetzt seit 'ner Woche nichts verändert hast, und sich die Lage dennoch nicht stabilisiert, dann würde ich es in dem Fall tatsächlich noch mal mit größerer Fläche versuchen.

Also gib ihnen mal einen Teil einer weiteren Etage dazu - aber diese ohne Inv. und ohne tiefen Buddelbereich.
So schaffst du ein Rückzugsgebiet, das deeskalierend wirken kann. Es kann allerdings - da muss ich ganz deutlich darauf hin weisen - auch zur Revierbildung führen. Da musst du gut beobachten.

Wenn es nicht zur Revierbildung kommt, dürfte es den Stress aller Tiere erheblich senken, weil die sich aus Streitereien einfach auch mal zurück ziehen können.
 
Vorgeschichte Sydney:
Sie stammt zusammen mit Alice und Katherine, also den anderen beiden Mädchen der derzeitigen Gruppe ursprünglich von einer Züchterin. Sie waren kurzfristig bei privat und kamen dann zu mir. Da sie zu diesem Zeitpunkt auch noch sehr jung erschienen, müssen sie sehr früh von der Mutter getrennt worden sein.
Ich hatte sie mit einer alten Mäusin VG, Katherine hat sich sehr an die ältere Maus angeschlossen - fast wie eine Mutter-Tochter-Beziehung. In die Gruppe selbst kam allerdings nie so rechte Ruhe, weil sich damals Sydney und Alice nicht um die Rangfolge einigen konnten.
Als sie dann zu dritt alleine waren, hatte ich die Idee mit dem Kastraten zur "Beruhigung".

Ich werde es dann morgen einmal mit einer Zwischenebene versuchen. Da habe ich mehr Zeit, das Geschehen zu beobachten.
Habt ihr hierbei eine Idee, wie ich dem Kastraten helfen kann: er ist blind und jede Veränderung bedeutet für ihn zunächst Anstrengung. Er braucht immer eine Weile, bis er sich sicher in dem veränderten Terrain bewegen kann - und in dieser Zwischenzeit ist er unsicher und in einer schwächeren Position.

Aufgrnd von der Änderung Konflikt ursprünglich zwischen Sydney und Alice nun vorrangig zwischen Sydney und Katherine weiß ich auch nicht mehr, wie ich die Konstellation der Gruppe ändern kann/sollte.

Irgendwie verfahren das Ganze.....
 
ich vermute jetzt mal blank, dass die aus verschiedenen Würfen kommen.
(Und würde vermutlich mit/ für Sidney was Eigenes aufbauen... - oder zoffen dann die bd anderen?!?)

Blöd. Und der Kastrat wird durch müssen... (in schwächerer Position ist er eh...)
 
Bei dem Kastrat würde ich mir erst mal noch keine großen Sorgen machen - er wird bis der Gruppengeruch auch die Rampe hinreichend besiedelt hat, vermutlich vorrangig im jetzt verfügbaren Teil bleiben.

So lange nicht die gesamte Gruppe ohne ihn in die neue Ebene um zieht (deswegen kein Inv und nur wenig Streu), halte ich das für eher unproblematisch. Er profitiert natürlich erst mal noch nicht von der neuen Ebene, bzw. erst später als die Anderen. Schaden dürfte es ihm aber nicht.
 
Gegenthese: er sitzt dann womöglich oben.
Jetzt bin ich mal gespannt, was er tut :D
(jaws Version ist die nettere; Ebene absturzsicherer als bei anderen Mäusen ist eh klar)
 
@jaw
Harvey erobert sich die Welt alleine. Ich habe es bei der kleinen Zusatzfläche beobachten können: er war als erster an der Rampe und ging vorsichtig hinauf. Da gibt es eine 1cm-breite Lücke zwischen Rampe und Fläche und hier brauchte er in Weilchen hinüberzukommen. Als er es geschafft hatte, ging er zwei, drei Mal hinauf und hinab und das war's: Rampe und Fläche waren kartografiert. Ihn verwirrte nur, dass die Mädels von einer anderen Seite her auch auf die Fläche kamen (ein Weg für Kletterer).

Eben war Futterzeit und dazu gab es einen großen Haufen grünes, frisch gezüchtetes Gras und Kraut zusätzlich auf der Fläche. Alle waren interessiert und haben über- und untereinander im Grün gebuddelt und geknabbert. Alles ohne Aggression. Dazu passt, dass es die meisten Streiterein morgens zwischen halb 6 und 7 gibt. Das wirkt eher wie Langeweile und nicht wie Streit um "Besitz" oder Neues.

Morgen werde ich dann die Veränderung vornehmen.
Drückt mir die Daumen.
 
Ich habe heute nacht versuchsweise die Theorie "Langeweile" verfolgt und ihnen gestern spät nachts noch eine Korkröhre mit vielen Löchern in den Käfig gelegt. Die Nacht über gab es nur einmal kurz Unruhe, allerdings fing es heute morgen um 6 dann doch wieder an. Dieses Mal war es Alice, die bei jeder Gelegenheit Sydney aufritt.
Heute morgen schwindet meine Hoffnung, dass die Mädels irgendwie miteinander glücklich werden können. Und nun mit den sechs Mäusen, die eine Gruppe werden sollten, womöglich drei 2-Gruppen zu öffnen, ist doch für alle nur eine Notlösung. Ich überlege mir ernsthaft, ob ich nicht versuchen soll, die Mädels einzeln (!!!) zu vermitteln.
 
eieieieiei, Ollviecher!
(Kloppe immer morgens um 6 Uhr - das ist mal originell!)

Allerdings ist es schon so, dass die Milbenaktion einiges an "Reset" gebracht hat... Andererseits übersteht eine harmonische Gruppe das problemlos ohne Auffälligkeiten.
Wo sitzt Du denn? Sydney kennenzulernen würde mich ja glatt jucken ;-)
 
Diese Reibereien werden so bleiben, ich glaube das ist nicht so dramatisch. Wenn du keine großartigen Kugeleien hast würde ich unbeirrt mit dem Beschäftigungsprogramm weiter machen. Solange sie beim Fressen friedlich nebeneinander sitzen und sich gegenseitig das Futter aus dem Mund nehmen sehe ich noch keinen Grund die Gruppe auseinander zu nehmen, selbst wenn sie getrennt schlafen. Es sollte nur keiner ständig alleine schlafen.
 
So, eine Nacht mit zusätzlicher Ebene liegt hinter uns. Alle haben sich überall bewegt und sind hin- und hergeflitzt - auch der blinde Harvey hatte schnell die beiden Wege hinauf und hinab herausgefunden.
Es gab immer mal wieder kleine Verfolgungsjagden, aber nichts wirklich dramatisches. Heute morgen ritt nun Sydney ständig bei Alice auf - also genau verdrehte Welt zu gestern morgen.

Sie schlafen zusammen (es gibt auch nur einen attraktiven Schlafplatz unter der Weidenbrücke) und futtern zusammen. Natürlich rennt jeder mit besonders leckeren Happen in eine Ecke, um in Ruhe zu speisen. Selbst wenn hier eine andere Maus zugreift, entsteht daraus kein Konflikt. Aber es kommt immer wieder zu nahezu komisch wirkenden Situationen, an denen jeder an jedem fremden Po schnüffeln will.

Ich werde jetzt erst einmal das Anti-Langeweile-Programm schrittweise ausbauen und vielleicht eher auf Platz als auf Inventar setzen.

Bitte weiter die Daumen drücken !
 
das klingt doch erst mal recht vielversprechend.

Daumen sind gedrückt.
 
Ich hatte schon mal die Situation, da hatte ich zwei Mädels. Eine war ca. Ein Jahr alt, die andere eineinhalb Jahre alt. Die Ältere war erst drei Monate in der Gruppe. Ich hatte gerade eine Großreinigung des Geheges gemacht und setzte die Mäuse wieder aus dem kleinen Käfig zurück und stellte gleichzeitig Inventar ins Gehege. Weil die Ältere noch geschlafen hatte könnte die Jüngere zusammen mit den anderen das saubere Gegege schon erkunden. Nach ca. 15 Minuten konnte ich auch die Ältere dazusetzen.
Die Jüngere kam angelaufen, hüpfte um die Ältere herum wie ein Flummi, ritt kurz auf und lief ein paar Schritte weg. Kam wieder, ritt wieder kurz auf, lief wieder weg und die Andere hinterher.

Das mag vlt. falsch sein, aber für mich sah es so aus als hätte sich die Jüngere auf die Ältere gefeuert und sie aufgefordert ihr zu folgen.

Die Ältere hat sich nie gewehrt wenn sie aufgeritten wurde und beide haben auch immer zusammen geschlafen.
 
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