Geistige Verbindung zu Tieren?

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Edit: @jaw, du bist ja sehr schnell Godwin's law gefolgt.

So einen völligen Unsinn kannst du gerne stecken lassen. Ich habe nirgendwo einen Nazi-Vergleich gezogen.
Du hingegen hast dich soeben eben durch Perkowsky's und Haug's Law disqualifiziert.
 
Ich finde, dass hier viel zu leichtfertig mit dem Thema umgegangen wird. Solche Ansichten stellen eine direkte und ernsthafte Gefahr für das Wohl von Heimtieren dar.

Ich habe mich mal mit einer Frau unterhalten, die dauerhaft Goldhamster zu zweit hielt. Die meinte, dass sie spüren würde, wenn es bei den Tieren kritisch würde; auch über beliebig große Entfernungen. Dabei hatten sich ihre vorletzten Tiere gerade erst gegenseitig tödlich verletzt. Das schob sie aber darauf, dass sie kurz vorher eine Operation hatte und wegen der Narkose noch nicht wieder in Verbindung mit ihren Tieren stand. Ich war da mit meiner Argumentation absolut machtlos, auch weil dieser Glaube gesellschaftlich viel zu stark verwurzelt ist.
 
Thorben, ich gebe Dir an dieser Stelle vollkommen (!!!!!!!!!) Recht.

Was ich hier aber - offenbar erfolglos - zu vermitteln versuche ist, daß nicht jeder User, der von dem Tod seiner Katze träumt, die dann tatsächlich auch stirbt ein durchgeknallter Vollesoteriker ist!!!! *Wand*

Und daß man doch bitte, bitte, bitte differenzieren *Wand* möge und nicht alles *Wand* in einen weltanschaulichen Topf schmeißen sollte *Wand* *Wand* *Wand*
 
Hallo Fufu. Auch Anhänger einer geistigen Verbindung zwischen Menschen und anderen Menschen und/oder Tieren werfen das gewöhnlich in einen Topf. So holen sie sich durch unbewusst ablaufende aber unbestrittene Prozesse vermeintliche Bestätigungen für Ansichten, die jedes ernstzunehmenden Nachweises entbehren. Das macht die Situation besonders schwierig.
 
Hallo Fufu. Auch Anhänger einer geistigen Verbindung zwischen Menschen und anderen Menschen und/oder Tieren werfen das gewöhnlich in einen Topf.

Das ist wohl eher kein (!) Grund, daß "wir" das genauso halten müssen. :D
 
Nein. Das ist aber mit eine Erklärung dafür, dass sich die Diskussion so entwickelt hat, wie sie sich entwickelt hat. Ursprünglich ging es um eine geistige Verbindung, die unabhängig von einem tatsächlichen Kontakt zwischen Mensch und Tier bestehen sollte. Es ging also gerade um den esoterischen Topf.
 
Nein. Das ist aber mit eine Erklärung dafür, dass sich die Diskussion so entwickelt hat, wie sie sich entwickelt hat. Ursprünglich ging es um eine geistige Verbindung, die unabhängig von einem tatsächlichen Kontakt zwischen Mensch und Tier bestehen sollte. Es ging also gerade um den esoterischen Topf.

Meiner Ansicht liegt der Fehler bereits in der Interpretation (!) der Formulierung "geistige Verbindung zwischen Menschen und Tieren". Du setzt voraus, daß damit tatsächlich eine nicht reale Verbindung unabhängig von einem realen Kontakt zwischen Mensch und Tier gemeint ist.

Die Antworten, die hier unter dieser "Überschrift" eingegangen sind, halte ich aber für ein Sammelsurium unterschiedlichster Aspekte, die verschiedensten Menschen jetzt zu dem "Thema" "eingefallen" sind. Beispiel, die Katze, die sich zu sterbenden Menschen legt. Du setzt eine Präzision von Begrifflichkeit voraus, die hier aber praktisch gar nicht stattfindet.

Das Ganze eskaliert eben genau dann, wenn die Beiträge in einer Grundsatzdiskussion münden, die nicht mehr zwischen den einzelnen Beiträgen differenziert. Es geht mir lediglich um eine Differenziertheit als Voraussetzung für eine Verständigung.
 
Ich hatte eigentlich gedacht, dass sich meine Beiträge klar erkennbar nicht gegen solche Aspekte wie die Katze, die sich zu sterbenden Menschen legt, richten. Dafür, dass Du um Differenziertheit bemüht bist, machst Du es mir wirklich ganz schön schwer, nicht in diesen Topf geworfen zu werden.
Du setzt voraus, daß damit tatsächlich eine nicht reale Verbindung unabhängig von einem realen Kontakt zwischen Mensch und Tier gemeint ist.
Ja, dass das so gemeint (!) ist, lese ich aus den Beiträgen elbrotos heraus.
 
Ich finde, dass hier viel zu leichtfertig mit dem Thema umgegangen wird. Solche Ansichten stellen eine direkte und ernsthafte Gefahr für das Wohl von Heimtieren dar.

Mein "Aufschrei nach Differenzierung" bezog sich ganz allgemein auf den Ablauf der Diskussion und konkret auf diesen einleitenden Satz von Dir und das habe ich dann vielleicht unzutreffender - und leichtfertigerweise auf meine Beiträge bezogen, die sich hier um eine Differenzierung bemüht haben und darum, Raum zu lassen für die "Katzen, die sich zu den Sterbenden legen".

Und die Formulierung "solche Ansichten" (welche dieser vielen?) hat sich jetzt auch nicht durch Präzision ausgezeichnet. ;-)

o.k. Am besten, fand ich, hat das bisher jaw in seinem ersten Beitrag hier gemacht. Er hat sich mit seiner Anwort sehr konkret auf den Beitrag von Elbroto bezogen. Seine Erklärung kam mir in diesem Fall auch sehr einleuchtend vor.

Wenn allerdings jemand schreibt, er habe den Tod seiner Katze voraus geträumt, dann fällt mir jetzt nicht so viel dazu ein. Ich nehme es staunend zur Kenntnis. Kann Zufall sein, klar. Aber ist schon ungewöhnlich.

Dein Beispiel mit der Hamsterfrau, also wenn so ein Beitrag hier aufgetaucht wäre, dann hätte ich mich todsicher mit PsyOp an der Spitze in die Schlacht geworfen. :D
 
Gut, dann haken wir das als Missverständnis ab. Ich wollte mich, nachdem die Diskussion teilweise schon recht unfreundlich verlaufen war, vorsichtig ausdrücken. Das ging aber offensichtlich doch auf Kosten der Verständlichkeit. Aufgrund ihres verschleiernden Charakters gehört die fehlende Differenzierung für mich jedenfalls ganz wesentlich zum leichtfertigen Umgang mit dem Thema.
 
Gut, dann haken wir das als Missverständnis ab.

Machen wir. :D

... Aufgrund ihres verschleiernden Charakters gehört die fehlende Differenzierung für mich jedenfalls ganz wesentlich zum leichtfertigen Umgang mit dem Thema.


Da gebe ich Dir vollkommen Recht. Allerdings halte ich das in beide Richtungen für ein Problem: Das "alles in einen Topf werfen" ebenso wie eine "verschleiernde Ausdrucksweise" um eine dahinter liegende, unausgeproche Absicht zu tarnen.

Vielleicht kommen wir weiter, wenn jeder versucht, sich bei seinen Anworten konkreter auf die einzelnen Beiträge zu beziehen. In seiner Gesamtheit finde ich den Thread eigentlich durchaus spannend.
 
Nein. Das ist aber mit eine Erklärung dafür, dass sich die Diskussion so entwickelt hat, wie sie sich entwickelt hat. Ursprünglich ging es um eine geistige Verbindung, die unabhängig von einem tatsächlichen Kontakt zwischen Mensch und Tier bestehen sollte. Es ging also gerade um den esoterischen Topf.

Also um doch nochmal etwas zur Diskussion beizutragen: Jemand, der sich allein auf eine "geistige Verbindung" verlässt um den Gesundheitszustand zu erkennen, der ist mir höchst supekt. Jeder Verantwortungsbewusste Tierfutterbezahler beobachtet sein(e) Mitbewohner regelmäßig und genau um Krankheiten erkennen zu können. Was ich meinte war eher diese "Begleiterscheinungen", das Beispiel das ich im Eingangspost beschrieben habe als Beispiel.

Für mich setzt so etwas (es ist ja wie hinlänglich ausgebreitet nicht rational erklärbar) den Glauben an die Existenz einer Seele voraus (was jetzt auch erst mal ein schwammiger Begriff ist, ich weiß). Dass Tiere, vor allem größere wie Katzen und Hunde, ein Gespür dafür haben wenn es dem Dosenöffner nicht gut geht, das habe ich selbst erlebt.

Die Geschichte beginnt meiner Meinung nach aber schon ein Jahr vorher. Als Susi sich im Winter ein Bein brach, musste sie nach der OP für einige Zeit in einen Käfig, weil sie sich nicht so sehr bewegen durfte. Also hat Vattern einen Eigenbauikäfig gebaut, in dem Genug Platz für kleinste Rundgänge. das Lieblingssofa und das Katzenklo war. Weil Susi aber gar so jammerte, verbrachte Muttern ganze zwei Nächte mit ihr in den Käfig! Seit damals war eine deutlliche Beziehung zwischen den beiden unübersehbar. Der Rest der Familie war für Susi offensichtlich nur gebdultetes Beiwerk. Das gaing ejtzt nicht so weit dass Susi kein eigenständiges Leben mehr führte, sie war immer noch eine Katze und machte also was sie wollte. Sie ist meiner Mutter also auch nicht ständig nachgelaufen, der Eindruck soll nicht entstehen.

Ein Jahr später nun wurde Muttern schwer krank, konnte Tagelang das Bett nicht verlassen. Es ging zum Glück nicht um Leben und Tod, aber es war dennoch kritisch. Und was machte Susi in der Zeit? Außer zum Futern und zum Klogang ist sie nicht von ihrer Seite gewichen, hat es sich am Bett bequem gemacht. Hat sich erst wieder kätzisch verhalten als meine Mutter wieder mehr als ein paar Minuten das Bett verlassen konnte. Wohl bemerkt, damals ewaren noch 3 andere Menschen als Dosenöffner im Haus. Auf irgendeine weise hat Katze also klar gespürt dass etwas nicht in Ordnung ist. Ein rein Instinktgetriebenes Wesen macht so etwas meiner Meinung nach nicht.

Ich glaube auch nicht dass Mäuse, Hamster oder Kaninchen so weit gehen würden, aber eine individuelle Seele haben meiner Meinung nach auch die kleineren Tiere, also wäre für mich theoretisch denkbar dass eine Verbindung auf niegdigerer Ebene zwischen Tier nund Könchengeber möglich sein könnte.
 
Aso, Nachtrag: Warum ich das in die Regenbogenecke gestellt habe? Weil es in der Eingangsgeschichte um ein verstorbenes Tier ging.
 
Ich finde es wirklich schade, dass hier vieles "in einem Topf" geworfen wird, um es mit Fufu´s Worten auszudrücken.

Ich glaube eindeutig an eine geistige Verbindung zwischen Tieren und Menschen. Diese wird meiner Ansicht nach durch tiefe emotionalen Erlebnissen zwischen den beiden Parteien aufgebaut. Dies bedeutet für mich nicht, dass man jedes Gefühl des gegenübers spüren kann, erahnen kann, etc. sondern ist für mich ein Zeichen tiefer Freundschaft und Verbundenheit. Dies kann sich ganz unterschiedlich äußern. Mein Traum von der toten Katze ist eher ein extremes Beispiel, aber ich zähle auch die Geschichte von der Maus im Bett dazu. Auch viele Dinge, die auf rationaler Ebene erklärt werden können, passen dabei. Es gibt bei mir zum Beispiel einige Mäuse deren Körpersprache ich sehr gut lesen kann, andere wiederum nicht. Das liegt natürlich mit dem Charakter der Tiere zusammen, wieviel Zeit man mit ihnen verbringt und welche Erlebnisse es mit diesen gab, dennoch ist es für mich auch ein Zeichen, dass ich mit diesen Tier eine besondere emotionale und auch geistige Bindung habe. Dennoch würde ich nie sagen, dass ich sofort weiß (im Sinne von innerlich spüren), wenn es dem Tier schlecht geht. Da würde ich auch jeden einen Vogel zeigen. *Vogelzeig*

Ich würde noch gerne über ein anderes Erlebnis mit einer anderen Katze erzählen. Diese Katze war immer sehr wild, kratzbürstig, scheu und unabhängig. Ich war die einzige die sie händeln konnte und zumindest ab und an streicheln dürfte und dennoch war ich mir nie sicher, ob das zwischen uns eine Freundschaft war. Sie lebte zusammen mit meinen anderen Katzen auf einen großen Hof im Haus meiner Oma (wo ich auch lebte). Als unsere Familie wegziehen musste, ließ ich sie und die anderen Katzen bei meiner Oma auf dem Hof, weil wir in die Stadt gezogen sind und sie dort nicht glücklich werden würde. Mir fiel es extrem schwer, aber ich empfand es besser so. Drei bis Viermal im Jahr besuchte ich meine Oma auf den Hof und somit auch meine Katzen. Meine Miezen kamen immer angerannt und wollten mit mir schmusen, bis auf die besagte Katze. Sie legte sich höchstens mit im Zimmer auf einen warmen Platz. An einem Wochenende, als ich wieder einmal zu Besuch war, lag sie wieder mit in meinem Zimmer auf der Heizung und kam sogar einige male kurz Schmusen, was mich verwunderte. Ich machte mir aber keine großen Gedanken. Kurz vor der Abreise am nächsten Tag ging es ihr plötzlich sehr schlecht. Sie hatte kaum Kraft und wir brachten sie sofort zum TA. Ich musste allerdings wegen dem Job noch am Tag abreisen. Am nächsten Morgen kam das Untersuchungsergebnis: Nierenversagen. Es ging ihr sehr schlecht und wir ließen sie einschläfern. Auch wenn ich unendlich traurig war, so war ich umso froher sie noch ein letztes Mal gesehen zu haben. Es schien mir so, als hätte sie mir an dem Wochenende "Lebe Wohl" gesagt und mir auf ihre Weise gezeigt, dass sie mich trotz allem lieb hatte.

Sicherlich kann das Ganze auch nur ein Zufall gewesen sein, aber manchmal ist es schöner an solche kleinen Dinge zu glauben. Solange der Glaube nicht das rationale Urteilsvermögen beeinflusst, sehe ich darin keine Gefahr, eher eine Chance auch auf einer anderen Ebene sich auf die Dinge in der Welt einzulassen.
 
Hi Elbroto,

das ist wirklich eine wunderschöne Geschichte von der Katze und Deiner Mutter. Sie zeigt ganz deutlich, daß Tiere - in dem Fall die Katze - fühlende Wesen sind. Wohl die meisten, die mit Tieren in engerem Kontakt stehen, werden das bestätigen und, wie gesagt, auch die Naturwissenschaft löst sich immer mehr von der Vorstellung, daß Tiere rein instinktgesteuerte Wesen seien.

Damit ist aber auch erklärt, daß Tiere eine Bindung zu einem Menschen eingehen können, was man an dem Verhalten der Katze zu Deiner Mutter ebenso gut ablesen kann.

Man kann das sicher "Seele" nennen, was die Tiere dazu befähigt, oder "geistige Verbindung". Ich glaube einige der harrschen Antworten auf Deine Beiträge liegen einfach in der Schwierigkeit begründet, die richtigen Worte für das zu finden, was man in so einer Situation empfindet oder erlebt.

Allein das Wort "geistig" wird in so vielen Zusammenhängen ganz unterschiedlich verwendet. z.B. um den Unterschied zwischen Körper und Geist zu benennen, "Geisteskrankheiten" für Wahnsinn (also psychatrische Erkrankungen), geistige Stärke im Sinne von Willenskraft, oder auch geistig im Sinne von überirdisch, "übersinnlich", um nur einige Beispiel zu nennen.

So, wie Du das beschrieben hast, wirkt es auf mich nicht, als wolltest Du damit ein übersinnliches Phänomen beschreiben, sondern die tiefe Verbindung zwischen einem Menschen und einer Katze. Ich finde es ist eine wirklich schöne Geschichte von Mensch und Tier. =)
 
Auch Deine Geschichte, SuiTo, finde ich sehr berührend. Es ist sehr gut vorstellbar, daß die Katze, die sicher ihren schlechten Gesundheitszustand spürte, noch ein letztes Mal Deine Nähe suchte, weil sie trotz ihrer "Kratzbürsitgkeit" und Unabhängigkeit auf ihre ganz eigene Art eine Bindung zu Dir hatte und etwas "Gutes" mit Dir verbunden hat. Vielleicht hat sie sich sogar in gewisser Weise damit von Dir verabschiedet.

Bei meinen Mäusen habe ich ähnliches erlebt. Die scheuen, unabhängigen Mäuse haben während ihrer Krankheit plötzlich ihr Verhalten verändert und wurden viel zutraulicher. Vielleicht haben sie gespürt, daß etwas mit ihnen nicht in Ordnung ist und dann auf meine verstärkte Zuwendung reagiert?

Wie bei Elbroto entsteht dann manchmal ein Problem mit den Begriffen, die man für sein Erlebnis und sein Gefühl verwendet. Ich finde, Du hast sehr schön beschrieben, was "geistige Verbindung" für Dich bedeutet:

Ich glaube eindeutig an eine geistige Verbindung zwischen Tieren und Menschen. Diese wird meiner Ansicht nach durch tiefe emotionalen Erlebnissen zwischen den beiden Parteien aufgebaut. Dies bedeutet für mich nicht, dass man jedes Gefühl des gegenübers spüren kann, erahnen kann, etc. sondern ist für mich ein Zeichen tiefer Freundschaft und Verbundenheit.

Ich würde jedem Deiner Worte zustimmen und habe das auch schon ähnlich empfunden. Ich hätt´s vielleicht nur nicht mit dem Begriff "geistige Verbindung" umschrieben. Vielleicht hätte ich den Begriff "innere Verbindung" gewählt? Aber ich verstehe jetzt viel besser, was Du ausdrücken wolltest. =)
 
Last edited:
Naja meine Eingangspostgeschichte und die vorhin beschriebene kann man auch unter dem Stichwort "geistige Verbindung" unterschiedlich interpretieren.

Ich denke einfach dass zwei Charactere/Seelen/whatever in der Lage sein können eine Verbindung zueinander aufzubauen, die sich nicht rational erklären lässt, und dass auch das Abbrechen einer solchen Verbindung durch den Tod eines der beiden spürbar ist, vielleicht deutlicher als die Verbindung selbst. Das ist über-sinn-lich in der Art, dass sie nicht mit Verstand oder mit einem der vorhandenen Sinne zu erfassen ist. SuiTos Geschichte und einige andere die hier beschrieben wurden, passen da durchaus rein.

Ich für meinen Teil bin mir da selbst nicht 100%er, halte es aber aufgrund gemachter Erffahrungen durchaus für möglich
 
Vielleicht kommen wir weiter, wenn jeder versucht, sich bei seinen Anworten konkreter auf die einzelnen Beiträge zu beziehen.
Eigentlich würde ich mich lieber nicht konkret auf einzelne Beiträge beziehen, weil das meiner Ansicht nach schnell dazu führt, dass sich Leute angegriffen fühlen. Ich bleibe daher lieber beim Fall mit der anonymen Hamsterhalterin bzw. bei dem, was meiner Ansicht nach ein grundsätzliches Problem darstellt. Jedenfalls für mich, denn ich war in dem konkreten Fall argumentativ chancenlos und wüsste auch heute noch nicht, wie ich einer solchen Situation besser begegnen könnte.

Zwei Argumente standen mir zur Verfügung: Erstens, dass die paarweise Haltung bei Goldhamstern sehr risikobehaftet ist; zweitens, dass es für die Möglichkeit einer (rein) geistigen Verbindung keinerlei ernstzunehmende Hinweise gibt. Das erste Argument ist vergleichsweise schwach, da sich aus dem Risiko bekanntlich nicht zwangsweise ein Scheitern ergibt. Die Frau gab zudem an, dass sie vorher schon ohne Zwischenfälle Goldhamster paarweise gehalten hatte. Ich hatte und habe gar keinen Grund das anzuzweifeln und habe ihr die Sichtweise, dass das gut gehen kann, auch sofort zugestanden. Dass das grundsätzlich risikobehaftet ist, wusste sie auch, sie hielt das jedoch aufgrund ihrer Verbindung zu den Tieren für bedeutungslos. Der eigentliche Knackpunkt lag also dort. Mein zweites Argument wurde jedoch direkt abgeschmettert und zwar mit Begründungen, wie man sie in diesem Thread vor allem auf der ersten Seite wiederfindet.

Mir stellen sich da zwei Fragen: Wie soll man mit Leuten umgehen, bei denen es aufgrund besonders absurder Ansichten zu gravierenden Missständen in der Heimtierhaltung kommt? Und wie soll man damit umgehen, wenn man in einem Forum wie diesem genau den Nährboden erkennt, auf dem solche Ansichten gründen?
 
Mir stellen sich da zwei Fragen: Wie soll man mit Leuten umgehen, bei denen es aufgrund besonders absurder Ansichten zu gravierenden Missständen in der Heimtierhaltung kommt? Und wie soll man damit umgehen, wenn man in einem Forum wie diesem genau den Nährboden erkennt, auf dem solche Ansichten gründen?

Tja. Die Fragen, die Du da aufwirfst treffen exakt den entscheidenen Punkt und sprechen ein grundsätzliches Problem an, das mich persönlich seit Jahr(zehnt)en in der Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Personen beschäftigt und beschäftigt hat. Man kann es auch so ausdrücken: Es hat mich in endlosen Diskussionen, auch per Mail, regelrecht "zermürbt".

Wenn es die emotionale (meine) Situation zuließ, habe ich im Grunde letztendlich den Kontakt abgebrochen. In allen Fällen war das mir aber nicht möglich.

Meiner Erfahrung nach, ist jeder Versuch einer Auseinandersetzung auf rationaler Basis grundsätzlich und ausnahmslos zum Scheitern verurteilt. Ich bin ein extrem beharrlicher Typus und meine sagen zu können, ehe ich aufgebe, vorher alles versucht zu haben.

Je rationaler die Argumente, desto stärker wird das Beharren auf irrationalen Zusammenhängen, weil der andere seine besondere Art der Wirklichkeit angegriffen und bedroht sieht. Es wird dadurch lediglich ein zunehmend immer gößerer Widerstand gegen die logische Argumentation hervor gerufen, und die vorgebrachten "Gegenargumente" fallen zunehmend irrationaler aus. Man kann mit Logik nur bei Menschen etwas erreichen, die für logische Denkvorgänge offen sind.

Bewirkt habe ich eigentlich immer nur etwas, wenn es gelungen ist, den anderen auf der Ebene der persönlichen Bindung zu erreichen. Wenn es möglich war, heraus zu finden, worum es - fern der unlogischen Argumentation - dem anderen wirklich ging. Also in Deinem Fall, zu ergründen, warum es für diese Frau (auf emotionaler Ebene) so wichtig ist, daß die Hamster zusammen leben. Wenn ich das verstanden habe, dann fand ich manchmal einen Weg, den anderen auch mit Worten zu erreichen und den circulus vitiosus zu unterbrechen.

Mit logischer Argumentation habe ich in keinem einzigen Fall auch nur irgend etwas erreicht. Nie.

Also versuche ich, wo es mir möglich ist, erst einmal heraus zu finden, was der andere jetzt wirklich meint, worum es ihm geht, was daran ihm so wichtig ist, ehe ich darauf eingehe. Alles andere polarisiert erfahrungsgemäß lediglich.

Zum zweiten Teil Deiner Frage: (Das ergänzt sich) In einem öffentlichen Bereich würde ich erst einmal daselbe versuchen. Der erste Eindruck täuscht ja oft auch und man tut dann dem anderen vielleicht unrecht, wenn man ihn gleich in eine bestimmte Schublade einsortiert. Dann würde ich aber schon rationale Argumente in der Diskussion verwenden und versuchen, mit Fakten die Situation richtig zu stellen. Also eine Gegenhaltung einnehmen und diese auch begründen. Einfach deshalb, weil ich davon ausgehen muß, daß auch andere mitlesen und ich dann denke, das man das eine oder das andere so nicht stehen lassen kann.

Falls durch eine Haltung, wie bei Deinem Beispiel, wirklich ein deutlicher Schaden für Mensch und Tier entstanden ist, bleibt noch die brutale Methode, sich des Rechtsstaates und der Behörden zu bedienen.

Aber in vielen Fällen stellt sich eben auch heraus, daß mein (!) erster Eindruck einer Meinungsäußerung schlicht und ergreifend falsch oder unvollständig war. Es lohnt sich eigentlich immer, noch mal nachzufragen.

Ich kann mich noch an die erste "Begegnung" mit Beiträgen von Dir erinnern. Mein erster Eindruck war nicht sonderlich zu Deinen Gunsten ausgefallen. :D
(Man beachte das Imperfekt! :D)
 
Wie soll man mit Leuten umgehen, bei denen es aufgrund besonders absurder Ansichten zu gravierenden Missständen in der Heimtierhaltung kommt?

Das Problem gibt es ja nicht nur bei - wie in diesem Beispiel - esoterischen Zusammenhängen (auch wenn mir das Problem so oder so ähnlich selbst noch nie untergekommen ist). Überzeugungsarbeit muss man in der Tierhaltung fast immer leisten und es kommen immer wieder Argumente wie: "Aber mein Tierarzt hat mir das so und so gesagt und wie kann ein Gelehrter Tierarzt es denn besser Wissen wie ihr?" oder "Die in der Zoohandlung wissen schon, was sie tun weil sie ja dafür ausgebildet worden sind." Ich habe schon oftmals erlebt, dass sich die Menschen von den sachlichen Argumenten nicht überzeugen ließen und dies auch nicht wollten, einfach weil ihre Sicht viel einfacher und leichter war. Man muss sich auch immer bewusst sein, dass man nicht alle Tiere retten kann und nicht alle Menschen zur Einsicht bringt, egal wo das Problem liegt. Beharrlichkeit zahlt sich da nicht immer aus, gerade weil viele Menschen auch abschalten und den Kontakt abbrechen um weiter ihre Sicht zu verfolgen. Erst ein eindeutiger Fehlschlag kann solche Menschen zur Einsicht bringen, wenn es sachliche Argumente nicht vermögen, meist auf Kosten der Tiere.

Bei deinem Beispiel konkret würde ich versuchen auf ihre Sicht der Dinge einzugehen. gerade bei Menschen die solch einem (Irr-)Glauben verfallen sind bringt es nichts ihre Ansichten komplett zu bestreiten, da sie dann abblocken. Gleichzeitig darf man sie natürlich auch nicht bestärken um den Glauben zu bestärken. Es ist ein schmaler Grad. Ich würde wohl versuchen ihr klar zu machen, dass ihr Gefühl zwar ein guter Indikator sein kann, man sich aber darauf nicht komplett darauf verlassen darf, weil es um das Leben der Tiere geht. Gleichzeitig würde ich ihr ein Beispiel geben, dass viele Tiere sich von heute auf morgen zerstreiten (keine Ahnung ob das in der Hamsterhaltung auch so ist) und das sie ja auch mal für einige Stunden nicht zu Hause ist, somit zu spät reagieren kann, falls sie etwas "spürt" und das für die Tiere tödlich enden kann.
Allerdings gibt es da ja auch noch das andere Argument, dass sie schon viele Hamster in der Gruppenhaltung hatte. Dementsprechend hat sie ja bereits einige Erfahrung und wird - auch wenn sie an diese geistige Verbindung glaubt - vorsichtig handeln. In der Hamsterhaltung ist die Paarhaltung sehr umstritten. Es gibt viele positive und negative Erfahrungen. Doch nur weil es vielleicht schwer ist, heißt es ja nicht das es auch Umwälzungen in der Haltung von Tieren geben kann und irgendjemand muss damit nun auch mal anfangen. Ich will das damit nicht unterstützen, nur sollte man dies nicht von vornherein als Tierquälerei abstempeln, wenn es ja anscheinend bei ihr schon mehrmals gut funktioniert hat.

Und wie soll man damit umgehen, wenn man in einem Forum wie diesem genau den Nährboden erkennt, auf dem solche Ansichten gründen?

Ich sehe hier an keiner Stelle diesen Nährboden. Wenn hier irgendjemand mit dieser oder Ähnlichen Ansichten, wie die Frau ankommt würde jeder hier sofort dagegen handeln. Nur weil sich ein paar Menschen über Erfahrungen und Meinungen austauschen, muss dies nicht dazu führen, dass Menschen so eine Haltung wie bei dem Beispiel annehmen. Das ist das typische, was wäre wenn Szenario... Dann dürften wir hier im Forum nicht über Gott reden, nicht über Diäten (Magersucht-Gefahr), nicht über andere Sportarten (die unter falschen Umständen gefährlich sein können) etc. Natürlich sollte immer ein mahnender Finger und ein Blick auf solche Threads geworfen werden, wie dies ja durch Admins und aufmerksame User geschieht, aber dies gleich so nieder zumachen, wie dies hier an einigen Stellen geschehen ist, halte ich für falsch. Ein normal sachlicher Mensch wird bei einer solchen Diskussion nie auf falsche Gedanken kommen, wenn dann wäre bereits vorher irgendwelche schwerwiegenden Probleme bei dieser Person, irgenwelche Erfahrungen, Erwartungen und Wünsche vorhanden. Nur durch reines "nicht darüber reden" und verschweigen lassen sich solche Dinge nicht verhindern. Eine solche Diskussion wie sie hier geschieht in der sich die Leute austauschen und Andere versuchen darauf einzugehen (sachlich und feinfühlig) und zu kritisieren ist da auch jedenfall dienlicher.
 
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