Fertigfutter vs Selbstmischen

(mitten in der Nacht aufgewacht und konnte nicht mehr schlafen... )

@WeißeLilie: Hier auch ein Link zum "SSSM"-Futter Science Selective Mouse - Supreme Petfoods

Ich habe die letzten 2 Std. damit verbracht die angegebenen Nährwerte vom Nutri Plus auf 2g herunter zu rechnen und das dann mit dem täglichen Nährwertbedarf, welcher Maus mit 3-6g Futter aufnehmen sollte, verglichen. So ich keine gravierenden Rechenfehler gemacht habe siehts aus wie folgt:

Vitamin A ist mit 2g Nutri Plus 4,5-9 fach überdosiert - evtl. riskiert man hiermit eine Überdosierung! (bei seltener Gabe ist die zwar nur kurzfristig jeweils, würde den Körper aber trotzdem unnötig (?) belasten)
Vitamin D3 ist mit 2g Nutri Plus 3,3-6,6 fach überdosiert - Risiko einer Überdosierung!
Vitamin E ist mit 2g Nutri Plus 2,3-4,6 fach überdosiert - Risiko einer Überdosierung!
Die B-Vitamine sind mit 2g Nutri Plus knapp oder ganz abgedeckt
Magnesium wird mit 2g Nutri Plus nur um max. 1,7-3,4% ergänzt
Kalium wird mit 2g Nutri Plus nur um max. 3,3-6,6% ergänzt
Calcium wird mit 2g Nutri Plus nur um max. 0,7-1,4% ergänzt
Phosphor wird mit 2g Nutri Plus nur um max. 0,5-1% ergänzt
Jod ist mit 2g Nutri Plus 153-306 fach überdosiert! -> Risiko einer Überdosierung/Vergiftung!
Mangan ist mit 2g Nutri Plus knapp oder ganz abgedeckt
Eisen wird mit 2g Nutri Plus um max. 14-28% ergänzt

mein persönliches Fazit:
Nutri Plus ist absolut ungeeignet, gar gefährlich (?) um regelmäßig Vitamine oder Nährstoffe zu ergänzen.
Für die Medikamentengabe sollte ein verträglicheres Mittel gefunden werden, welches den Organismus nicht zusätzlich zur Krankheit belastet.

@moonrain: Die Einstellung finde ich gut und verständlich =)
 
Last edited:
Sind denn die Überdosierungen schädlich? Meist wird "zu viel" doch vom Körper einfach wieder ausgeschieden?
 
Ich vermute mal, dass viele auch das Nutri Cal von der Firma albrecht nutzen.
Ich habe jetzt aus Zeitgründen nur grob verglichen, meine Tube Nutri Cal mit dem Foto vom Nutri Plus - im Nutri von albrecht sind ein bisschen weniger I.E. der Vitamine drin.
(Wollt ich nur erwähnen, ob das irgendwie ausschlaggebend ist, weiß ich nicht. *schäm*)
 
@Punkratz: Bei fettlöslichen Vitamine (A,D,E) ist das leider nicht der Fall. Überdosierungen können dort in der Tat (langzeitlich eingenommen) bleibende Schäden verursachen.
Leider weiß ich nicht (und konnte es auch nicht auf die Schnelle ergoogeln) was bei Farbmäusen/Rennmäusen als grenzwertig für diese Vitamine ist, daher habe ich nur geschrieben, dass es ein Überdosierungsrisiko darstellt.
Wird die Nutrimenge halbiert (also nur 1g gegeben) wäre es vermutlich nicht weiter tragisch. Aber 1g Nutri zu dosieren dürfte vermutlich schwierig sein- und dann auch noch Medikamente darin unterzubringen, welche das Mäuschen möglichst nicht raus schmeckt.
Was Jod angeht weiß ich nicht so recht wie es läuft, kann sein, dass Überschüssiges vom gesunden Organismus (also keine Unverträglichkeit vorhanden) problemlos ausgeschieden wird, kann aber auch schaden wenn dem nicht so ist.

@moonrain: wenn im Nutri-Cal signifikant weniger Vitamin A,D,E enthalten sind (und sicherheitshalber?) auch weniger Jod wäre das dem Nutri Plus definitiv vorzuziehen.
Magst du die angegebenen Nährwerte abtippen? Dann kann ich noch "schnell" mit dem Tagesbedarf vergleichen. ;-)
 
Ich würde dir das auch aus dem Wiki verlinken, aber irgendwie geht das gerade nicht. *grübel*

Also schreibe ich das mal von meiner Tube ab:
Vitamin A - 122.333 I.E.
Vitamin D3 - 9.167 I.E.
Vitamin E - 833 mg

80 mg Jod (als Kaliumjodid)


Laut Tube sind 1 1/2 Teelöffel ca. 9g.
 
@moonrain: danke dir *drück*

Also bei 2g Nutri-Cal sind
Vitamin A um 2,7-5,4 fach überdosiert
Vitamin D um 3-6 fach überdosiert
Vitamin E um 1,9-3,8 fach überdosiert
Jod um 133-266 fach überdosiert

Ist auf jeden Fall etwas weniger, aber um das reicht um dadurch unbedenklich zu sein?

Hmm, mag jemand mal abwiegen (am besten mit einer Briefwaage (?) die eine Nachkommastelle hat) wie schwer ein kleiner Klecks zum Medigeben vom Nutri-Cal und Nutri Plus ist?
Vielleicht würden sich dadurch zumindest die Vitaminüberdosierungen erübrigen.
 
Last edited:
Hallo,

ich füttere meine 5 Nasen auch mit dem Fertigfutter von Nagers Futterstube. Ich nehme das ohne Eiweiß, weil ich das Eiweiß per Mehlwurm als Leckerchen gebe, und auch Medizin damit verabreiche. (manchmal bekommen sie auch einen getrockneten Grashüpfer)

Vorher hatte ich Multivit. Das Futter von Nagers Futterstube riecht aber viel besser und sieht auch frischer aus. Meine Mausis futtern es sehr gerne. Hoffe sie suchen sich immer raus, was sie davon brauchen....sie bekommen es täglich frisch, den Rest entsorge ich immer, damit die Körnchen da sind, die sie mögen

cu
Hugo

mit Luke, Fritz, Flecki, Speedy und Sharky

und unvergessen: Muddle, Hugo und Sebastian
 
Schaut mal was ich eben gefunden habe =)
Das hier könnte man doch super als Ergänzung zum Selbstgemischten nehmen- die fettlöslichen Vitamine in den richtigen Dosen und die hohe Calciumbilanz könnte eine niedrigere Ca:P-Bilanz des Mischfutters etwas ausgleichen. *heilig*
https://bunny-nature.de/produkte.de#.ft das proFit balance Granivor *bätsch*
 
@Mousyperson:Also was mich am Nutri beunruhigt ist der extrem hohe Zuckergehalt- denn nichts Anderes ist Glucosesirup (95%Glucose, 5%Fructose)

Wie häufig bekommen deine Kleinen denn Nutri?

Ich habe gelesen, dass hydrolysiertes Eiweiß leicht bitter schmeckt (Link muss ich wieder finden), das erklärt vermutlich die Glucose, kann mir jedenfalls kaum vorstellen, dass Hund-Katze-Maus sehr bitteres Futter mag. Dann wäre der Glucosesirup also ein "Geschmacksverbesserer" in diesem Nutri.

Nutri gibts nicht jeden Tag, ich beschränke mich da auf Stresssituationen wie jetzt in der VG, Krebsmäuse, kranke Mäuse, anfüttern bei Neumäusen (wg. Medigabemöglichkeit) und nach Gusto wenn ich meine, dass sie mal wieder eine Zusatzportion Vitamine haben sollten. Wenn keine Krebsmaus in der Gruppe ist und kein Stress vorliegt im Schnitt 2x pro Woche, gelegentlich als Breizusatz im Haferbrei (letzteren ca. 2x im Monat). Die letzte Tube hat fast ein Jahr gereicht. Ich denke, das ist nicht übermäßig.

Edit: Moonrain, eine Briefwaage ist zu ungenau, die meisten wiegen nur auf 1 Gramm genau. Mal gucken, ob ich da an die Laborwaage komme...
 
Last edited:
@Rumba: das ist eine interessante Entwicklung =) Viele Halter kämpfen ja mit so breiten Gewichtsspannen in der Gruppe dass sie den Schlanken Dickmacher zustecken müssen damit sie ihr Gewicht halten und wegen der Moppelchen eigentlich die Energiezufuhr des Futters herunter schrauben müssten, es aber wegen ersteren nicht können.
So habe ich das gemeint- die Fellis müssen- auch wenn es nur Pellets wären- dafür trotzdem arbeiten. Zudem kann man Pellets ja auch zerteilen, dann ists fast als müssten sie nach Körnern suchen.
Wenn du das Fertigfutter abwechselst, welchselst du dann häufiger (a la Packung ist leer, probieren wir was Neues aus) die Futter komplett oder mischst du verschiedene Sorten miteinander?
Wie lange gibst du schon das Fertigfutter/Pellets und wann hast du die ersten Veränderungen bei den Fellis bemerkt?
Waren sie davor mit dem Selbstgemischten häufiger krank/haben gekränkelt und hat sich mit dem Fertigfutter/Pellets etwas geändert?
Worauf achtest du, wenn du das Fertigfutter aussuchst?
Sehr spannend!

Soo, jetzt komm ich endlich zum Antworten ;-)

Derzeit habe ich verschiedene Fertigfuttersorten da und mache meistens eine Packung leer und dann geht es mit einer anderen Sorte weiter. Ich bin teils auch noch in der "Testphase", einfach um zu schauen, wie die Akzeptanz der verschiedenen Sorten ist. Insgesamt dürfte es jetzt so ein halbes Jahr sein, dass ich langsam vom Selbstmischfutter weg bin (wobei es am Anfang noch beides zusammen gab, da ich das noch vorhandene Futter auch nicht wegwerfen wollte). Beim Aussuchen orientiere ich mich an den empfohlenen Nährwerten (irgendwo schwirrt hier der Link rum, zusätzlich findet man (leider) massig Studien zu dem Thema auf PubMed, wo man immer noch Interessantes heraus ziehen kann, grad in Bezug auf den Proteinanteil u.ä.). Von der Gesundheit her habe ich schon das Gefühl, dass ich nicht mehr so häufig beim TA sitze wie vorher, da bin ich gespannt, wie sich das in den nächsten Monaten entwickelt.

Insgesamt muss ich sagen, dass ich anfangs auch total gegen Fertigfutter war, so unnatürlich und die böööse Futtermittelindustrie will man ja auch nicht unterstützen. Mittlerweile muss ich aber einfach sagen, dass viele Argumente gegen das Selbermischen sprechen, zumindest in der Form, in der es hier im Forum vertreten wird. Wenn jemand sich wirklich die Mühe gemacht hätte, das Futter anhand des Bedarfs der Mäuse zu mischen und auch anzumerken, welche Vitamine etc. noch zugefüttert werden müssten, dann wäre das noch was anderes. Aber Pi mal Daumen x% mehlhaltige Samen usw., völlig egal welche, Hauptsache viele Bestandteile... Nun ja, da kommt halt Futter heraus, das schön aussieht aber mehr auch nicht.

Ich habe ja auch Ratten und dort wird das viel kritischer gesehen. Das Rezept, das dort kursiert, wurde wirklich analysiert und auf den rattigen Bedarf abgestimmt+dem Hinweis, dass die Mischung trotzdem nicht alle nötigen Vitamine und Mineralstoffe abdeckt. Hier mal der Link Tanjas Selbstmischfutter - Ernährung - Rattenforum Ratteneck So hat das schon eher Hand und Fuß, könnte man für Mäuse auch machen, wenn jemand Lust dazu hat... Oder man nimmt einfach Fertigfutter, bei dem man sich dann auch keine Gedanken mehr um Vitamin D und ähnliche kritische Dinge Gedanken machen muss.

ich füttere meine 5 Nasen auch mit dem Fertigfutter von Nagers Futterstube.

Dazu muss man aber anmerken, dass diese Futtermischungen nicht das sind, was hier im Thread meiner Meinung nach mit Fertigfutter gemeint ist. Denn in diesen Mischungen werden im Grunde auch nur nett aussehende Komponenten zusammen gekippt, die sich nicht am tatsächlichen Bedarf orientieren und irgendwelche Zusätze an Vitaminen etc. gibt es auch nicht.

LG Rumba
 
Rumba, schön, dass das nicht vergessen ging *drück*

Derzeit habe ich verschiedene Fertigfuttersorten da und mache meistens eine Packung leer und dann geht es mit einer anderen Sorte weiter. Ich bin teils auch noch in der "Testphase", einfach um zu schauen, wie die Akzeptanz der verschiedenen Sorten ist. Insgesamt dürfte es jetzt so ein halbes Jahr sein, dass ich langsam vom Selbstmischfutter weg bin (wobei es am Anfang noch beides zusammen gab, da ich das noch vorhandene Futter auch nicht wegwerfen wollte). Beim Aussuchen orientiere ich mich an den empfohlenen Nährwerten (irgendwo schwirrt hier der Link rum, zusätzlich findet man (leider) massig Studien zu dem Thema auf PubMed, wo man immer noch Interessantes heraus ziehen kann, grad in Bezug auf den Proteinanteil u.ä.). Von der Gesundheit her habe ich schon das Gefühl, dass ich nicht mehr so häufig beim TA sitze wie vorher, da bin ich gespannt, wie sich das in den nächsten Monaten entwickelt.
Ich habe gestern sehr viele Futtermittelhersteller angeschrieben und noch nicht alle Antworten beisammen um eine Auswertung hier schreiben zu können. Da interessiert es mich natürlich brennend was für Futter du bisher schon ausprobiert hast und wie die Fellis darauf reagiert haben (gerne auch per PN). So hätte man für die Auswertung auch schonmal zumindest einen Ansatzpunkt ob denn auch alles gefressen wird oder die Hälfte liegen bleibt. *heilig*
Bitte berichte weiter, ich finde das auch superspannend!

Ich habe ja auch Ratten und dort wird das viel kritischer gesehen. Das Rezept, das dort kursiert, wurde wirklich analysiert und auf den rattigen Bedarf abgestimmt+dem Hinweis, dass die Mischung trotzdem nicht alle nötigen Vitamine und Mineralstoffe abdeckt. Hier mal der Link Tanjas Selbstmischfutter - Ernährung - Rattenforum Ratteneck So hat das schon eher Hand und Fuß, könnte man für Mäuse auch machen, wenn jemand Lust dazu hat... Oder man nimmt einfach Fertigfutter, bei dem man sich dann auch keine Gedanken mehr um Vitamin D und ähnliche kritische Dinge Gedanken machen muss.
Das ist ja genial =) - so etwas für Farbis an der Hand zu haben wäre natürlich klasse.
Wobei ich mir habe sagen lassen dass die Nährstoffanalysen sehr kostspielig sind..

Leider ist mein erster Eindruck, dass man sich selbst auf namhafte Futtermittelhersteller nicht komplett verlassen kann was Nährstoffbedarfdeckung angeht. Ich hoffe aber sehr dass sich dies nicht im weiteren Verlauf festigen wird. Denn das wäre wirklich ein Armutszeugnis.
 
Schaut mal was ich eben gefunden habe =)
Das hier könnte man doch super als Ergänzung zum Selbstgemischten nehmen- die fettlöslichen Vitamine in den richtigen Dosen und die hohe Calciumbilanz könnte eine niedrigere Ca:P-Bilanz des Mischfutters etwas ausgleichen. *heilig*
https://bunny-nature.de/produkte.de#.ft das proFit balance Granivor *bätsch*

Das habe ich mir gerade mal angeguckt. So eine Ergänzung finde ich eigentlich nicht verkehrt. Allerdings frage ich mich, ob man nicht mit natürlichen Zutaten mehr erreichen könnte *grübel* Zum Beispiel gibt es bei im Moment täglich einen Brei aus Bierhefe, Lachsöl und Taurin in der Gnadigruppe als Kur für die Haut. Die Mäuse lieben es und es enthält eine Menge Vitamin B und E, ohne irgendwelche Zusatzstoffe.

Laut deinem Link ist die Zusammensetzung wie folgt:
Hafer, Gerste, Weizenkleie, Sonnenblumenextraktionsschrot, Weizen, Mais, Luzerne, Calciumcarbonat, Biertreber*, Leinsamen, Möhrentrester, Bierhefe*, Chicoreepulver (1,2% Inulin), Kamillenblüten (1%), Johannisbrot
(*gesamt 4%)

Hafer, Gerste, Weizenkleie, Weizen, Mais, Luzerne, Leinsamen, Bierhefe und Johannisbrot kann man ohne weiteres so füttern, das kann ja auch in der eigenen Mischung enthalten sein.
Sonnenblumenextrationsschrot ist irgendein Nebenprodukt, dass bei der Ölgewinnung entsteht. Da stellt sich mir doch direkt die Frage, ob man da nicht mit ganzen Sonnenblumenkernen (oder Sonnenblumenöl...) was besseres füttert. Ich konnte nirgendwo finden, dass dieser Schrot besonders vorteilhaft ist oder so.
Biertreber sind ausgelaugten Rückstände des Malzes bei der Bierherstellung, also auch mehr oder weniger ein Abfallprodukt. Es soll besonders eiweißreich sein. Aber auch hier stellt sich mir die Frage, ob es Malz nicht genauso oder sogar besser tun würde.
Möhrentrester ist der Rückstand, der beim Pressen der Möhren zur Gewinnung von Saft anfällt. Hier sehe ich keinen Vorteil gegenüber frischen Möhren.
Chicoreepulver soll tatsächlich ganz gesund sein. Bleibt dann noch das Calciumcarbonat, von dem ich keine Ahnung habe :D

Es geht also gar nicht so sehr darum, dass Maus alles hat, was Maus braucht, sondern auch noch, dass es jeden Tag in der genau richtigen Menge vorhanden ist. Das ist ja das Prinzip einer Pelletfütterung. Und da frage ich mich eben, ob das wirklich so sein sollte oder ob die Mäuse vielleicht zufriedener und ebenso gesund sind, wenn es viele verschiedene Sachen gibt, zB. einmal Bierhefebrei, am nächsten frisches Gemüse, usw. Dann ist die Menge der aufgenommen Nährstoffe vielleicht nicht jeden Tag perfekt, aber so ist es ja bei Menschen auch nicht. Man isst ja nicht jeden Tag das gleiche und trotzdem gibt es keine Mangelerscheinungen. Die Vitamine werden ja auch gespeichert und so.

Ich stehe diesen ganzen Zusatzstoffen einfach sehr kritisch gegenüber. Es ist ja nicht mal sicher, dass sie auch vom Körper aufgenommen werden können. Da finde ich etwas natürliches schon besser.
 
WeißeLilie said:
Das habe ich mir gerade mal angeguckt. So eine Ergänzung finde ich eigentlich nicht verkehrt. Allerdings frage ich mich, ob man nicht mit natürlichen Zutaten mehr erreichen könnte Zum Beispiel gibt es bei im Moment täglich einen Brei aus Bierhefe, Lachsöl und Taurin in der Gnadigruppe als Kur für die Haut. Die Mäuse lieben es und es enthält eine Menge Vitamin B und E, ohne irgendwelche Zusatzstoffe.
Und wie stellst du diesen Brei her?

Ich kenne diese Bierhefetabletten, für Menschen, die man in der Drogerie kaufen kann. Könnte man die also einfach zerbröselt (oder gar im Ganzen?) übers Futter streuen? *grübel*

In den Pellets sind zusammen 4% Biertreber und Bierhefe. Wäre das ausreichend oder nur schmückendes Beiwerk?

Und wie ist das nun mit dem Taurin? Gut, böse, viel Lärm um nix?
 
@WeißeLilie:
Das habe ich mir gerade mal angeguckt. So eine Ergänzung finde ich eigentlich nicht verkehrt. Allerdings frage ich mich, ob man nicht mit natürlichen Zutaten mehr erreichen könnte Zum Beispiel gibt es bei im Moment täglich einen Brei aus Bierhefe, Lachsöl und Taurin in der Gnadigruppe als Kur für die Haut. Die Mäuse lieben es und es enthält eine Menge Vitamin B und E, ohne irgendwelche Zusatzstoffe.
Ich fürchte die aufgelisteten Zutaten sind jetzt nicht sooo Vitamin-und Nährstoffreich (von der Bierhefe mal abgesehen) und dienen eigentlich nur als artgerechter Trägerstoff (und vermutlich mit der höchstmöglichen Resorptionsunterstützung) für die hochdosiert zugesetzten Vitamine und Mineralstoffe, welche das Ergänzungsfutter erst hochwertig machen. Als Abfall würde ich die Zutaten aber absolut nicht bezeichnen, nur, weil sie in der Menschennahrung kaum Verwendung finden. Wir essen ja auch gerne Weißmehl-/produkte und wählen dadurch eigentlich gezielt den ernährungstechnisch wertlosesten Teil des Getreides und schmeißen den vitamin-und nährstoffreichen "Rest" einfach weg.
Die Zutaten also (auch in ganzen Kernen und unverarbeitet) genommen werden vermutlich kaum einen nennenswerten Vitamin-und Mineralstoffboost zustande bringen.
Deinen Brei finde ich super- insofern dass Taurin (nach dem was ich gelesen habe) bei Farbis die Gesundheit unterstützt, Lachsöl enthält Omega 3 Fettsäuren.
Wieso aber anstatt Lachsöl nicht Leinöl verwenden? Dieses wäre für die Fellis natürlicher und enthält zudem auch noch Omega 6 Fettsäuren und Vitamin A.
Bierhefe Wirkung von Bierhefe ? schöne Haut, Haare und Nägel | apotheken-wissen.de ist super, hat aber auch wieder ein stark verschobenes Ca:P- Verhältnis von ca. 1:3,5 - ich nehme mal an dass deswegen dem Bunny-Ergänzungsfutter zusätzlich Calcium zugesetzt wurde um das Verhältnis zu Gunsten der Calciumaufnahme zu verschieben.
Bierhefe enthält viele Mineralstoffe und Spurenelemente, als auch einen sehr hohen Eiweißanteil (40%!) mit (soweit ich gesehen habe) allen essenziellen Aminosäuren.
Ist also die Frage was man mit dem Breichen bezwecken will, entsprechend sollte also das Mischverhältnis und die Zutaten gewählt werden.
Grundsätzlich finde ich die Idee super wenn denn auch alles so drin ist (und gut resorbierbar) wie man sich das wünscht.
Die genannten Pellets sind jedenfalls eine gute und sichere Alternative.

Meine Ratten haben (gaaaanz früher) auch täglich Bierhefetabletten (als Ganzes einfach den Ratten "in die Hand gedrückt" bekommen und sie geliebt. Zu doof dass ich später nicht mehr auf die Idee kam.
 
Nachtrag zum Thema Omega 3- und 6 Fettsäuren:
Ok, ich hab noch ein bisschen nachgelesen. Die Omega 3 und 6 Fettsäuren aus Fischquellen (bzw. allgemein tierischen Quellen) können besser verwendet werden weil es direkt als EPA und DHA zur Verfügung steht.
Wobei ich z.B. auch veganes EPA und DHA aus Algen selbst nehme- vielleicht eine Alternative zu den tierischen Quellen?
Zudem gibts mal wieder ein Verhältnis- nämlich idealerweise Omega 6 zu Omega 3 als 4:1 bis 6:1 Verhältnis.
Im Leinöl ist das leider gar nicht optimal mit 1:3 bis 1:6 *Angst*
Gut geeignet sind vom Verhältnis her Hanföl 3:1 und Walnuss-,Weizenkeim-und Sojaöl 6:1 (evtl. auch als pflanzlicher Ersatz zum Fischöl, je nachdem wie gut das Omega 3 und 6 aufgenommen und verwertet werden kann)
Ist der Omega 6- Gehalt zu hoch kann ein Zusammenhang mit entzündlichen Vorgängen im Körper hergestellt werden.
Absolut ungeeignet sind also Maiskeimöl 50:1, Sonnenblumenöl 120:1 und Distelöl 150:1
Quelle https://de.wikipedia.org/wiki/Omega-3-Fettsäuren
 
Und wie stellst du diesen Brei her?

Ich kenne diese Bierhefetabletten, für Menschen, die man in der Drogerie kaufen kann. Könnte man die also einfach zerbröselt (oder gar im Ganzen?) übers Futter streuen? *grübel*

Bierhefe gibt es auch in Flocken. Ich habe die hier von dm. Die vermische ich dann einfach mit Wasser und rühre die restlichen Zutaten unter.

Und wie ist das nun mit dem Taurin? Gut, böse, viel Lärm um nix?

Es gibt ja einige Leute, die Taurin als das Wunderheilmittel für alles bezeichnen :D Deshalb ist das bei mir im Moment so ein Versuch. Ich muss aber sagen, dass es mich so gar nicht überzeugt. Ist aber wohl ein anderes Thema.

@Binchen:
Gut, stimmt, wenn die Zutaten nur als Trägerstoff verwendet werden, ist es okay. Kompletter Müll ist ja nicht drin =) Vielleicht kauf ich die Dinger einfach mal und schau, was die Mäuse dazu sagen.
Ich hatte mich für Lachsöl entschieden, weil es bei Kratzmäusen gute Erfolge bringen soll. Und darum ging es mir letztendlich. Ich habe ein Mäuschen mit vielen kahlen Stellen und total schuppiger Haut, bei ihr kann ich schon einen Unterschied erkennen. Die Haut ist sehr viel weniger schuppig. Und sie wartet immer schon jeden Abend auf ihren Brei :D
 
@WeißeLilie: Bin gespannt wie die Kleinen das Ergänzungsfutter annehmen- falls du es ausprobierst =)
Zur Kratzmaus hab ich ein Paper, das zeigt wie effektiv (und dauerhaft!) einfaches Nägelschneiden die Kratzerei in 73% der Fällen beendet.
Bei Interesse schick ichs gerne per Mail.
Vielleicht hilft das ja- und sonst wärs wohl einen Versuch wert.

Das Taurin interessiert mich auch *rotwerd*
 
Zur Kratzmaus hab ich ein Paper, das zeigt wie effektiv (und dauerhaft!) einfaches Nägelschneiden die Kratzerei in 73% der Fällen beendet.
Bei Interesse schick ichs gerne per Mail.

Das ist exakt auch meine Erfahrung. Es wäre eigenltlich super, wenn Du das Papier in der Rubrik "Maus und Wissenschaft" oder bei "Kontroversen Diskussionen" verlinken oder hochladen könntest. Kratzmäuse sind immer wieder ein großes Problem und das Schneiden/Abfeilen der Krallen hatte bei meinen Mäusen schon einmal einen so positiven Effekt, daß ich meine, man könnte das ganz grundsätzlich aufgreifen und diskutieren. =)
Viele Grüße
Fufu
 
Ich hab die Beiträge über das Taurin mal abgetrennt. Sie sind nun hier zu finden =)

Von dem Krallenschneiden habe ich auch schon gelesen =) Bisher kratzt sie sich aber nicht blutig, sie hat eben nur viele kahle Stellen und schuppige Haut. Deshalb ist es nicht nötig. Und bleibt auch hoffentlich so :D

Wie sieht es denn mit sowas wie Korvimin aus? *grübel* Ist das geeignet, um den Mäusen ab und an mal ein paar Vitamine zukommen zu lassen?
 
@WeißeLilie: Schuppige Haut und lichtes Fell kann auch eine Hormonstörung ausgehend von der Schilddrüse sein (Hamsi hatte das *seufz*)
Wenn sie sich kratzt könnte das Krallenschneiden vielleicht doch nützlich sein- und wenn es einfach nur zu dem Zweck ist, dass die Haut weniger gereizt wird dadurch. Schaden kanns jedenfalls nicht (nehme ich an) das mal auszuprobieren.

Korvimin müsste man sich mal näher anschauen was drin ist und ob das Verhältnis der Vitamine/Mineralien für die Fellis geeignet wäre oder eher nicht. Vielleicht mache ich das morgen mal wenn genug Informationen dazu im Netz zu finden ist.
 
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