Fertigfutter vs Selbstmischen

Ich versuch es wohl einfach mal. Falls sie dabei einen Herzinfakrt kriegen sollte, lass ich es eben :D Glaube ich aber eigentlich nicht.

Es werden doch auch nicht alle Vitamine einfach wieder ausgeschieden, falls sie überdosiert werden, oder? Das wäre ja auch noch extrem wichtig zu wissen. Bei Schildkröten zB. wird immer vor einer Vitamin D3 Vergiftung gewarnt, die dann auch gefährlich werden kann. Ob das jetzt genauso auf Mäuse übertragbar ist, weiß ich nicht. Es gibt ja auch Vitamine, die sich dann in den Gelenken und so ablagern...hab da leider nur gefährliches Halbwissen und aktuell überhaupt keine Zeit für Recherchen...
 
Die fettlöslichen Vitamine (welche auch nur in Kombination mit Fett vom Körper aufgenommen werden können) A,D,E,K können nicht einfach (wie die wasserlöslichen) über den Urin wieder ausgeschieden werden.
Sie sind es, welche uU auch beim Nutri-Cal und -plus gefährlich werden könnten, je nachdem wie viel davon verfüttert wird und wo bei den Mäusen die kritische Menge beginnt.
Aber auch Mineralstoffe und Spurenelemente können überdosiert Schäden anrichten.
Die Menge macht eben das Gift.

Daher würde ich mich am ehsten an Präparaten, welche für Mäuse/Nager entwickelt wurden, orientieren. Da sollte theoretischerweise (wenn sich die Entwickler etwas dabei gedacht haben) die richtige Dosierung möglich und eher das richtige Vitamin-Nährstoffverhältnis vorhanden sein.

Däumchen sind gedrückt für die Nägelschneidaktion *drück*
 
Korvimin besteht aus folgenden Zutaten
Zusammensetzung:
Dicalciumphosphat, Calciumcarbonat, Glucose, Mononatriumphosphat, Molkepulver, Hefe, Natriumchlorid, Natriumbicarbonat, Magnesiumoxid, Magermilchpulver, DL-Methionin
https://www.korvimin.de/produkt_zusammensetzung.php

(ich habs jetzt zwar mit den Farbmausbedarfswerten verglichen aber kann mich gerade für eine Auswertung/Bewertung nicht genug konzentrieren. Theoretisch ist aber alles an Vitaminen, Mineralien (außer Kalium-> wichtig für die Magnesiumaufnahme- und ohne Magnesium/mit Magnesiummangel kann das Vit.D im Körper nicht wirken) und Spurenelementen enthalten. *rotwerd*)
 
Ich habe zwar bei meiner Fertigfutterrecherche noch nicht von allen Futtermittelherstellern Antwort erhalten aber bezüglich den so gemiedenen pflanzlichen und tierischen Nebenerzeugnissen, Fetten und Ölen und anderen schwammigen Angaben wie Getreide, Saaten etc. kann ich erstaunlicherweise (bisher) Entwarnung geben.
Denn frägt man beim Hersteller nach kommen ganz normale Futterzutaten dabei heraus wie:

Öle und Fette: Rüb- und Sonnenblumenöl
pflanzliche Nebenerzeugnisse: Sojamehl, Lupinenfasern, Melisse, Echinacea Tinktur, Rosmarin, Hopfenblüten, Fructooligosaccharid
pflanzliche Eiweißextrakte: Sojaprotein

Ihr könnt euch denken ich war nicht schlecht am Staunen als ich bei einem Futter, welches fast ausschließlich solche schwammigen Umschreibungen in der Zusammensetzung stehen hatte, plötzlich seinen Schrecken verlor nur weil sich die Zutatenliste enttarnt als durchaus gut heraus stellte.

Hinter der "bösen" Bezeichnung Konservierungsstoff kann sich z.B. Kaliumsorbat verbergen, welcher als unbedenklich gilt. Kaliumsorbat - Datenbank Zusatzstoffe

Mein persönliches Fazit dazu:
Nicht ekeln oder direkt ein Futter verwerfen nur weil nicht jede Zutat genau aufgezählt wird sondern mutig sein und beim Hersteller nachfragen was sich hinter den Begriffen verbirgt. Es kann sich lohnen. ;-)
 
Soja und v.a. das Fructooligosaccharid überzeugt mich (persönlich) nicht.

Öle und Fette -da hab ich ja grundsätzlich was dagegen. Das muss ich nicht im Trockenfutter haben. Da unterstelle ich einfach frech, dass es deswegen drin ist, weils schönes Fell macht und gut schmeckt.
Und wenn da so ein schön fettiger, süßlicher (Fructooligosaccharid) Geschmacksmantel um die Körner gelegt wird, wirds gern gefressen. Ist ja logisch.

Meine Mäuse bekommen schon auch ab und an Öl, Alte und kranke in den Brei, wegen der extra Kalorien. Und bei Verstopfung.
Aber - kann auch völlig irrational sein - im Futter... da hab ich so ein "das wird bestimmt ranzig"-Gefühl....
 
*Schulterzuck* ich nehme an das sind persönliche Neigungen/Überzeugungen, vielleicht sogar in richtung Vorurteil wie mit den schwammigen Zutatenbegriffen.

Fructooligosaccharid z.B. schmeckt zwar süßlich, ist aber kein Zucker im herkömmlichen Sinn, sondern ein gesund einzuordnender Ballaststoff, welcher die guten Darmbakterien füttert. ;-) https://de.wikipedia.org/wiki/Oligofructose
Absolut nicht mit Melasse, Fructose, Glucosesirup und wie sie alle heißen, zu vergleichen.
Die Bezeichnung Ballaststoff bedeutet, dass es für den Menschen unverdaulich ist.
Jetzt muss ich mein Schulwissen hervor kramen- die Fructosemoleküle ist hierbei mit einer ß-glykosidischen Verbindung miteinander verbunden- je nachdem an welchen C (1-6)- Atomen die Verbindung stattfindet ist es für uns Menschen (siehe Zellulose) absolut unverdaulich (evtl. sind uns auch alle ß-glykosidischen Verbindungen unverdaulich, ist schon so lange her) und kann tatsächlich nur von manchen Darmbakterien verwertet werden. Stärke, Disaccharide, Oligosaccharide etc- also die für den Menschen wichtigen (ich sag jetzt einfach mal) Energielieferanten haben eine Alpha-glykosidische Verbindung, bei welchen die Verdauung schon im Mund mittels den im Speichel befindlichen Alpha-Amylase- einem Enzym- beginnt.

Mal ganz frech gefragt- und das Öl, dass deine Fellis bekommen wird weniger schnell ranzig? *bätsch*
Abgesehen davon soll Futter ja auch nicht ewig gebunkert, sondern frisch gekauft und dann aufgebraucht werden. Gibt ja nicht umsonst die Mindesthaltbarkeitsdaten.
 
schon zu spät fürs Editieren... *schäm*
Ergänzung zum Thema Fructooligosaccharide bei Farbmäusen
Bei Farbmäusen, welche nicht an ballaststoffreiche Ernährung (wie Kaninchen, Degus, Meerschweinchen etc.) angepasst sind kommt es erst durch die Bakterien im Blinddarm zu einer Aufspaltung und durch Blinddarmkotfressen zu einer eventuellen Verwertung. Da bei Farbmäusen der Blinddarm aber sehr klein ist (im Vergleich zu den ballaststoffangepassten Nager-/Hasenartigen) und die Fructooligosaccharide sicher nicht in Großmengen im Futter enthalten ist, werden höchstens winzige Mengen davon (so die Bakterien nicht schneller im Verwerten waren) letztendlich durch das Kotfressen in Form von Fructose verwertet.
Zumindest würde ich es so bewerten.
Heißt es ist ein Zusatzstoff, welcher den Farbmäusen vermutlich nur als Ballaststoff dienlich sein wird.
 
Mal ganz frech gefragt- und das Öl, dass deine Fellis bekommen wird weniger schnell ranzig?
davon gehe ich aus. Da es nicht wochen oder gar monatelang in der Kuntstofftüte liegt....
das kommt "frisch" aus der Flasche.

Heißt es ist ein Zusatzstoff, welcher den Farbmäusen vermutlich nur als Ballaststoff dienlich sein wird.
ich hab ja nirgends gesagt, dass das wie Industriezucker einzuordnen ist.
Aber es ist der Maus nicht dienlich, schadet nicht klar...
Aber es schmeckt süß. Und süß wird gern gefressen.
Darauf wollte ich raus- dass die Konzerne bewusst solche Dinge (fettig und süß) einsetzen, sodass das Futter gern gefressen wird. und somit suggeriert wird "die Mäuse mögen das Futter, also muss es toll sein".
 
Wenn der Rohfettgehalt gleichzeitig aber nur bei 5% liegt ists doch nicht fettig sondern genau richtig (laut den Bedarfslisten) *heilig*

Und dass man das Süßliche bei dem Futter dann heraus schmeckt halte ich mal für ein Gerücht- die Süßkraft ist maximal die Hälfte als dem von Glucose- und selbst wenn auf 1kg 20g (2%) Zucker (Glucose) kommen würde, würde man (Mensch und vermutlich auch Maus) davon vermutlich nichts raus schmecken. Dieselbe Süßkraft würden 40- 60g (4-6%) Fructooligofructose benötigen.
Da der Rohfasergehalt aber nur bei 4,4% liegt (und sicher noch aus anderen Quellen gedeckt wird), muss es also deutlich darunter liegen.
 
davon gehe ich aus. Da es nicht wochen oder gar monatelang in der Kuntstofftüte liegt....
das kommt "frisch" aus der Flasche.


ich hab ja nirgends gesagt, dass das wie Industriezucker einzuordnen ist.
Aber es ist der Maus nicht dienlich, schadet nicht klar...
Aber es schmeckt süß. Und süß wird gern gefressen.
Darauf wollte ich raus- dass die Konzerne bewusst solche Dinge (fettig und süß) einsetzen, sodass das Futter gern gefressen wird. und somit suggeriert wird "die Mäuse mögen das Futter, also muss es toll sein".


Naja, was heißt nicht dienlich. Fructooligosacharide gelten für gewöhnlich als Präbiotika. Sie sollen also die Vermehrung nützlicher Darmbakterien (Probiotika) ankurbeln. Ich würde sagen eine etwaige Funktion als "Lockstoff" steht da eher an zweiter Stelle.
Werden die FOS und Öle denn überhaupt auf die Körner aufgesprüht? In einem Mischfuttermittel erwarte ich sie eher in den Pellets und Extrudaten, und die bleiben für gewöhnlich als letztes übrig. Die schönen Hirsekörner und Co werden auch so als erstes gefressen, da braucht es keinen schmackhaften Zusatz. Zumal die Hülsen, auf denen dieser Mantel wäre, ja eh nicht mitgefressen werden.

Ich habe auch ein wenig Probleme mit der Argumentation "Das und das wird zugesetzt, weil es ein schönes Fell macht und damit minderwertige Rohstoffe kaschiert." Soll nicht hunderprozentig auf Lumis Einwand gemünzt sein, aber in der Art liest man ja oft Einwände gegen industrielles Tierfutter. Kann man einem Tier schönes, glänzendes Fell anfüttern, das aber gar nicht wirklich gesund ist? Also praktisch ein gefaketes (wie schreibt man das bloß?) gutes Fell?
Natürlich kann ein Tier auch Erkrankungen und Mangelerscheinungen haben, die nichts mit dem Fell zu tun haben. Aber bedeutet ein gesunder Pelz nicht, das zumindest mal die Hautfunktion und -regeneration gut in Schuss ist? Das kriegt man schließlich nicht einfach damit hin, dass man irgendwelche billigen, minderwertigen Öle ins Futter kippt. Da hängt ernährungstechnisch ja ein bisschen mehr dran.
 
Ich kann mich Teteiyusu-Cecil nur anschließen.

Futterauswertung

Hier mal die Auswertung- soweit ich Antwort bekommen habe.
Angeschrieben habe ich wegen ihrer Farbmausfutter folgende Firmen (ein paar Firmen sind auch raus gefallen oder gar nicht erst ins Rasta gekommen bei meiner Suche, weil die wohl nie vollständig sein kann):
Rosenlöcher
Versele Laga
Vitakraft
Supreme Petfoods
JR Farm
Bunny
Dehner
Mixerama
Mr.Johnsons
Futterparadies
Natur plus
Beaphar

Bisher auf meine Anfrage nicht geantwortet haben:
Versele Laga
Supreme Petfoods
Mr.Johnsons

Insgesamt muss ich sagen, dass absolut kein Hersteller das Futter komplett hat analysieren lassen! Eine Kontaktperson ließ verlauten, dass dies bei Futtermitteln für Heimtiere vom Gesetzgeber auch nicht vorgeschrieben sei, bei Nutztierfutter hingegen würde streng auf die einzelnen Vitamin-und Nährstoffmengen geachtet werden, da sei eine Nährstoffanalyse unumgänglich.
Zudem ist eine komplette Futteranalyse, in welcher auf jedes einzelne Vitamin, Mineral und Spurenelement eingegangen wird, sehr teuer. Zumindest für Privatpersonen- für die Futtermittelhersteller (wenn die Firma gute Gewinne macht) halb so wild.
Wirklich als Einziger(!) der Betreiber von Mixerama hat gemeint, dass dies auf seiner To-Do-Liste steht und für die Fertigmischungen vorgenommen wird, sobald das Geld dafür vorhanden ist. Und ich hab bei Einigen nachgehakt warum das nicht gemacht wird, so könne man ja beweisen, dass die Futter 100% geeignet seien und- bei der aktuellen Marktlage- könnte das sogar ein Alleinstellungsmerkmal sein.
Bisher entsteht der Eindruck, dass als Qualitätssicherung den Firmen überwiegend genügt wenn von den Käufern die Rückmeldung kommt, dass es von den Tieren gut gefressen wird.
Bei der Entwicklung der Futter wird teilweise nur auf langjährige Erfahrung von Haltern und Züchtern gehört und kein Tierarzt/ Tierernährungsspezialist mit hinzu gezogen.
Die Tierärztin, mit welcher ich persönlich schrieb, welche die Produkte für Bunny entwickelt, meinte, der Computer würde etwas berechnen- ohne aber sagen zu können/wollen was genau. Ein Originalzitat auf die Frage wie ein Tierhalter auf Nummer sicher gehen kann wenn absolut nicht einsehbar ist ob das gewählte Futter für die jeweilige Tierart angepasst/geeignet ist:
Als Futtermittelhersteller ist unser oberstes Ziel gesunde, artgerechte Futtermittel zu entwickeln, die den Bedarf der Tiere in der jeweiligen Lebensphase vollständig decken.
Bitte vertrauen Sie darauf, dass wir alle Aspekte einer gesunden Heimtierernährung in unserer Produktentwicklung berücksichtigen.

Ich muss sagen, dass es, ohne den Nährstoffgehalt des gesamten Futters zu kennen, kaum möglich ist den Gesamtgehalt und somit die Eignung einzuschätzen. Denn entweder sind die Zusatzmengen intuitiv gewählt (damit zumindest ein kleiner Anteil oder gerade der komplette Bedarf abgedeckt ist) oder es wurde zumindest anhand der Zutaten berechnet wie viel ungefähr an einzelnen Vitaminen/Mineralien enthalten ist und die Zusätze ergänzend dazu gegeben.
Anhand der gegebenen Antworten konnte ich bisher leider nicht auf Letzteres schließen.
Als Halter ist und bleibt es ein Ratespiel ob vielleicht genug der einzelnen Nährstoffe enthalten ist oder eben doch nicht. Ohne Futteranalyse wird man es nicht wissen. Denn welcher Futtermittelhersteller verrät schon sein Mischrezept.
Ist also die Frage ob man sich- um möglichst auf Nummer sicher gehen zu können- ein Mäusefutter aussucht, bei welchem möglichst viele Zusatzstoffe enthalten sind und die möglichst mit der Bedarfsliste übereinstimmen (ohne zu wissen wie viel an Nährstoffen noch im Futter versteckt sind- also im schlimmsten Fall eine leichte Überdosierung riskiert)- oder wählt man ein Futter, bei dem zumindest laut der Zusatzstoffliste ein bisschen von möglichst vielen Vitaminen/Nährstoffen vorhanden ist, in der Hoffnung, dass ein ggFs entstehender Mangel schon nicht so wild sein wird?
Ich muss zugeben, dass die Futtergeschichte insgesamt ziemlich frustrierend ist.
Eigentlich hatte ich geplant auf die einzelnen Futter einzugehen aber wenn man nichts bewerten kann macht das wohl kaum einen Sinn.
Falls jemand Interesse hat- ich habe viele Informationen zu einigen Futtern sammeln können- wobei man den Großteil mittels Suche ganz einfach finden kann.
 
Ist anscheinend doch alles nur Marketing und guter Glaube. Hätte ich fast vermutet. :D
 
@skadio: Ja, bisher scheint es so. Ich habe jetzt nochmals die 3 ausstehenden Hersteller kontaktiert und gebe die Hoffnung noch nicht auf, dass bei denen vielleicht mehr dahinter steckt.

Theoretischerweise würde man bei der Fertigfuttermarktlage wohl schlauer sein wenn man seine eigene Futtermischung in dem genauen Mischverhältnis hoch rechnet um eine Ahnung zu haben was den Fellis auf Dauer fehlen könnte. Um das dann entsprechend ergänzen zu können. Wobei wir dann aber wieder vor dem Problem stehen, dass (vermutlich) keiner von uns Ernährungswissenschaftler/Fachmann ist und genau abschätzen kann wie viel von den enthaltenen Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen in der Kombination dann tatsächlich aufgenommen/verwertet werden können.
Irgendwie habe ich das Gefühl man dreht sich da im Kreis... *Angst*
 
Update: Ich habe ein bisschen gegoogelt und einen (schweizer) Versuchstierfutterhersteller gefunden, welcher für unterschiedlichste Ansprüche (Zucht oder einfach nur Haltung, mit Soja oder ohne, mit Fleischprotein oder ohne etc.) herstellt. Und- tadaa- dort sind zu jedem Futter sämtliche Nährwerte angegeben und die passen (wer hätte das gedacht *heilig*) wie die Faust aufs Auge- sprich- der Bedarf ist wirklich abgedeckt. Die Zutatenliste ist dafür etwas gewöhnungsbedürftig (ich kopier mal die lactovegetarische für Mäuse und Ratten rein als Beispiel)
Rohstoffe:
Weizen, Gerste, Sojaextraktionsschrot (NGVO), Weizenkleie, Mais (NGVO),
Weizenstärke, Maiskleber (NGVO), Sojaöl, Molkenpulver, Bierhefe,
Sonnenblumenkuchen, Weizenprotein, Kartoffelprotein, Mineral-
stoffe, Vitamine, Aminosäuren
Mal schauen ob man das als Privatperson auch beziehen kann (habe angefragt)- würde ich ja glatt verfüttern. *heilig*
Sowas müsste es in D ja auch geben. *grübel*
 
Im anderen Thread diskutieren wir über natur"nahe" und damit hoffentlich mausgerechter Haltung.
Abwechslung, evtl sogar Naturböden statt Spänestreu, Generationsübergreifende Gruppen....
Da passt das Futter, sorry, aber nicht dazu. Bei dem Futter werden Mäuse wieder abstrahiert und versucht, wissenschaftlich zu normieren und auszulegen. und entsprechend zu versorgen.

Ich geh mit dir einig, dass man das Futter durchaus mal selbst grob durchrechnen sollte. Ob man da nicht komplett daneben liegt...
Eine genauere Abstimmung wird man aber nicht hinbekommen, dann sind wir wieder bei den Pellets. Weil ja nur so garantiert werden kann, dass alle Mäuse das gleiche essen (was wiederrum fraglich ist, da Jungmäuse, Adulte, Rentner, -... unterschiedliche Ansprüche haben).
Und sobald man also eine Körnermischung hat, kann Maus A wieder alle Körner A fressen und so jeden errechneten guten Wert ad absurdum führen...
 
@Lumi: Ich finde das widerspricht sich ganz und gar nicht. Denn bedarfsgerechtes Futter ist (schon per Definition?) artgerecht. Und wenn das gesichert derzeit nur in der Form möglich ist, ist zumindest für mich der Schritt nur logisch.
Gegenfage: Im anderen Thread plädierst du für eine generationsübergreifende Gruppe- dennoch könnte ich mir vorstellen, dass die alle dasselbe Futter bekommen *heilig*
Es gibt wirklich auf allerlei Bedürfnisse zurechtgeschnittene Versuchstierpellets- z.B. könnte man bei alterstechnisch so gemischten Gruppen einen Teil energiereicheres Zuchtfutter untermischen (oder allgemein immer ein klein wenig für die Abwechslung und falls ein Felli meint es bräuchte mehr), 2,3 Arten (oder mehr) "normales" Haltungsfutter (also für adulte Fellis) für etwas Variation (gibt ja mit Soja, ohne Phytoöstrogen (also sojafrei), dann mit Fleischeiweiß usw.)- und trotzdem sind die Nährstoffbedürfnisse voll abgedeckt.
Sollte doch eigentlich der Traum jedes Tierhalters darstellen- sicher sein können, dass die Fellis ernährungstechnisch mit allem versorgt sind, was sie brauchen.
Und wenn dann zusätzlich noch viele qm an Fläche zum Austoben, Beschäftigung (Action, Spannung) und nette Artgenossen vorhanden sind, was will Mäuschen da mehr?

Btw- habe zwischenzeitlich auch einen deutschen Versuchstierfuttermittelhersteller gefunden und mal kontaktiert ob es möglich wäre (und zu welchen Konditionen) man da als Privatperson ran kommt. ;-)
 
artgerecht ist aber nicht nur gebunden an die chemische Zusammensetzung.
Sondern betrifft ja auch die Haptik, den Geschmack, die Optik, ...
Hättest Du Lust, dich nur von genau einem Einheitsbrei zu ernähren?
Ich nicht.
Ich schmecke gern den Unterschied von Gemüsesorten, knackigen Salat, weiche Wassermelone, den Duft von frischen Pfirsichen...

Daher geht "ein pellet für alle" für mich nicht zusammen mit artgerecht.
Es ist nährstoff-Bedarfs-gerecht. Aber andere Aspekte, die beim Fressen mit rein fallen, werden außer Acht gelassen.

trotzdem sind die Nährstoffbedürfnisse voll abgedeckt.
aber auch wieder nur, wenn jeder nur das frisst, was er soll.
Frisst mir meine Omma-Maus den Teil des Jungtierfutters, den ich zusätzlich anbiete, ists schon wieder dahin...

Man erreicht also nie die 100% richtige Mischung. Egal, ob Pellets oder nicht. Wegen den unterschiedlichen Mäusen.
Wer gern Pellets füttern mag und da einen guten Anbieter hat, darf das gerne tun. Aber genauso befriedigend, wie Pellets dann sind, ist auch ein gut durchdachtes Maus-Körner-futter.
Und wegen Haptik, Geruch und Co. sympathisiere ich immernoch mehr mit Körnerfutter (wie gesagt: Das sollte man mal zumindest grob durchchecken, ob man nicht gänzlich daneben liegt. Alles andere liegt in den Pfoten der Mäuse).
 
*Schulterzuck* Wenn du ein komplett nährstoffangepasstes (auch auf die verschiedenen Bedürfnisse ohne dass einer eine Komponente wegfuttern kann und die Anderen zu kurz kommen können) Futtermischrezept hast, gib mir bescheid. Das möchte ich auch ausprobieren. *heilig*
Aber solange es nur in "Raterei" ausartet, damit gebe ich mich (auch in Verantwortung für das Wohlergehen der Fellis- das gehört für mich dazu) nicht mehr zufrieden.
Und- mal ehrlich- ein Mangel kann nicht entstehen, selbst wenn das hochträchtige Weibchen oder das heranwachsende Jungtier "nur" die Haltungspellets für die Adulten frisst und nichts oder nur wenig von den Zuchtpellets abbekommen würde. Denn letztendlich sind die alle bedarfsdeckend. Und- mal abgesehen davon- wenn man sich auf ein bestimmtes Fertigfutter ( nicht weiter spezifiziert und muss ja für alle Alterslagen passen, also noch viel unangepasster als die Versuchstierpellets!) oder eine eigene Futtermischung einschießt ist die Bedarfsdeckung in unterschiedlichen Entwicklungs-/Lebenslagen noch weniger zutreffend.
Und - ich wiederhole mich- das Heraussuchen einzelner Komponenten ist sicher super für die Fellis, aber nur für die ersten. Denn irgendwie kommt sicher immer wer zu kurz- und nicht zuletzt sind das die Kränklichen, Älteren.

Ganz ehrlich: Ich habe mich viel (vielleicht auch zuviel) mit meiner eigenen Ernährung auseinander gesetzt und war zeitweise ziemlich am Rudern um wirklich alle Nährstoffe abgedeckt zu haben. Wenn es also einen "Einheitsbrei" mit vielleicht 2, 3 etwas unterschiedlichen Geschmacksrichtungen/Zusammensetzungen (und das meiner Ernährungsethik entsprechen würde) würde ich mich gerade drauf stürzen. Und der Clou- (behaupte ich einfach mal) ich könnte locker einen Tag in der Woche wild essen was ich wöllte, denn der menschliche Körper (und sicher auch der von diversen Nagerarten) ist auf Reservebildung ausgelegt, das würde mir keinen Deut schaden.
Heißt auf die Fellis übersetzt: selbst wenn man auf die Versuchstierpellets (oder Pellets allgemein) umsteigen würde- ab und an (oder als Leckerlis regelmäßig) schadet es absolut nicht wenn sie mal was Anderes, weniger Ausgefeiltes, fressen.
Und auch (mal wieder) die Frage: Wer sagt denn dass die Fellis die Pellets nicht mögen (werden) ohne es ihnen je angeboten zu haben? Das halte ich ehrlich gesagt für ein Vorurteil. Ich befürchte auch, dass den Tieren die Optik ziemlich egal ist.. *heilig*

Gerade Antwort von der deutschen Versuchstierfutterfirme bekommen- die verkaufen auch an Privatpersonen.
 
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