Futter selber mischen

die ätherichen Öle der Beeren sind leicht giftig, allerdings konnte ich nirgendwo Angaben zur LD50 o.Ä. finden.
Daher ist es vermutlich nicht dramatisch, wenn du mal eine Beere übersiehst, aber wären es mein Futter und meine Mäuse, dann würde ich die Beeren wohl auch besser raussortieren.

Basiert jetzt allerdings alles nur auf den Infos von Wikipedia dazu.
 
Zumal sich, was bei Wikipedia steht, auf Menschen bezieht. Wer weiß, wie das bei Mäusen wirkt. *Angst*

jaw, kannst du das im Wiki dann bitte ändern, auf der Obst-Mix-Seite?

Andererseits frage ich mich da, wieso das bei Mixerama angeboten wird!? *grübel*
 
Wacholderbeeren sind hier im getrockneten Obstmix drin und werden gut vertragen..
Hab da noch nie irgendwie Vergiftungserscheinungen bemerkt..

Vielleicht sind die frisch nicht so gesund?
 
ist auch gut möglich - da's ja um ätherische Öle geht - und es gibt verschiedene Nahrungsmittel, die aus den Beeren bestehen.

Da sollten IMHO besser noch ein paar mehr Infso zusammen gesammelt werden.
 
Wacholderbeeren hatte ich hier auch in meinem letzten Futter, aktuell nicht. Da hab ich auch keine Probleme erkennen können (wurden aber auch eher ungern gefuttert).
 
Mich hat das auch etwas irritiert, was so alles aus den Beeren hergestellt wird und dann steht da auf ein mal "giftig". Aber es ist wohl wie überall - die Menge macht das Gift.

Ich kann mir auch vorstellen, dass beim Trocknen die ätherischen Öle verfliegen. *grübel*

Vielleicht ist es wie bei Kartoffeln, die man auch nicht frisch, sondern nur gekocht oder getrocknet geben soll.
Oder auch Vogelbeeren.
 
Ich habe zwei Informationen gefunden. Einmal auf einer Website der Kindergiftzentrale, demnach sind die (frischen?) Wacholderbeeren und Nadeln (bei übermäßigem Genuß?) leicht giftig. Andererseits sind die getrockneten (!) Beeren als Küchengewürz bekannt und werden beim Menschen auch als Arzneimittel verwendet. (zweiter Link)

*grübel* Möglicherweise fressen die Mäuse die Beeren einfach nicht oder nicht in schädlicher Menge, wenn sie in einer Futtermischung vorkommen.

Aus Informationszentrale gegen Vergiftungen Universitätsklinikum Bonn: (gekürzt)

"Giftige Pflanzenteile:
Beeren und Nadeln.

Giftig durch:
Ätherische Öle (unterschiedliche Mengen in reifen oder unreifen Früchten bzw. Nadeln).

Kritische Dosis:
Nicht bekannt.

Mögliche Symptome:
Nach Hautkontakt kann es zu Rötung und Blasenbildung kommen. Nach Verzehr giftiger Bestandteile entstehen Übelkeit, Brechreiz und Bauchschmerzen. Bei größeren Mengen kann es zu Nierenreizungen kommen, der Urin riecht dann veilchenartig, Beschleunigung von Herzschlag und Atmung möglich."

Originaltext: Informationszentrale gegen Vergiftungen: Wacholder


Aus PTA-Forum Pharmazeutische Zeitung: (gekürzt)

"Botanisch sind Wacholderbeeren gar keine Beeren, sondern fleischig verwachsene Zapfen. Die Ernte der reifen Beeren erfolgt von Ende August bis Mitte September. Sie werden bei Raumtemperatur getrocknet. (...)

Je nach Herkunft und Reifegrad der Beeren enthält die Droge 0,8 bis 2 Prozent ätherisches Öl. Seine Hauptbestandteile sind die Monoterpene a- und b-Pinen, Sabinen, Myrcen und Terpinen-4-ol, etwa 30 Prozent Invertzucker, Gerbstoffe, Spuren an Flavonoiden sowie harz- und wachsartige Verbindungen.

Das Europäische Arzneibuch (Ph. Eur. 5. Ausgabe, Grundwerk 2005 ) führt zwei Wacholder-Monographien: »Wacholderbeeren – Juniperi pseudo-fructus« und »Wacholderöl – Juniperi aetheroleum«. Wacholderbeeren sind die getrockneten, reifen Beerenzapfen von Juniperus communis L.. Die Droge muss mindestens 1 Prozent ätherisches Öl enthalten, berechnet auf die wasserfreie Droge. (...)

Wacholderbeeren wirken appetitanregend und verdauungsfördernd, indem sie die Darmperistaltik unterstützen und Spasmen (Krämpfe) des Darms lösen. Wacholderbeeröl soll in sehr hohen Dosen auch den Gallefluss steigern. Wacholderbeeren fördern die Wasserdiurese (Aquarese) (wirken entwässernd), die Ausscheidung von Salzen sollen sie nicht erhöhen. Die Aquarese wird hauptsächlich dem Terpinen-4-ol zugeschrieben, das im Gegensatz zu anderen Terpenen nicht die Nieren schädigt. Als Diuretikum sollten deshalb nur Drogen und Öle mit einem hohen Gehalt an Terpinen-4-ol und einem geringen Pinengehalt verwendet werden. Die diuretische Wirkung wurde in Tierversuchen nachgewiesen.

Der Einsatz von Wacholderbeeren als Diuretikum wurde vorerst von Wissenschaftlern kontrovers diskutiert. Ein Argument: Toxische Nierenreizungen könnten nicht sicher ausgeschlossen werden. Aus diesem Grund hat sich die Kommission E 1984 entschlossen, Wacholderbeeren nur bei dyspeptischen Beschwerden und nicht als Diuretikum zu empfehlen.

Untersuchungen aus den 1990er Jahren konnten eine Nierentoxizität allerdings nicht bestätigen. Neben der Anwendung als Dyspeptikum empfahl die ESCOP (European Scientific Cooperative on Phytotherapy) 1997 Wacholderbeeren zusätzlich zur Erhöhung der renalen Wasserausscheidung.

Als Tagesdosis (beim Menschen!) werden zwei bis zehn Gramm getrocknete Beeren oder 20 bis 100 Milligramm ätherisches Öl empfohlen. Wechselwirkungen sind nicht bekannt. Wegen der nicht endgültig geklärten Nierenreizung dürfen Schwangere und Menschen mit entzündlichen Nierenerkrankungen keine Wacholderbeeren einnehmen. Um Nierenschäden zu vermeiden, sollten sie auch nicht länger als sechs Wochen angewendet werden.

Wacholderbeeren sind Bestandteil einiger fertiger Teemischungen, so beispielsweise von Urologika (Harnwegserkrankungen), Stomachika (Magenerkrankungen) oder Karminativa (verdauungsfördernde Mittel)."

Originaltext: PTA-Forum online: Wacholder
 
Danke, Fufu! Du machst mich schlauer! *drück*

Also werden einige wenige getrocknete (!) Beeren den Mäuse nicht schaden. Sofern sie sie überhaupt fressen.
 
Als ich mal eine Maus mit Herzinsuffizienz hatte, habe ich getrocknete Weißdornbeeren besorgt. Wenige Mäuse haben ein wenig daran genagt. Der überwiegende Anteil wurde einfach ignoriert. :D

Außerdem ist mir sowieso aufgefallen, daß bei gutem Nahrungsangebot viele größere Sachen nur angefressen werden. Ist vermutlich auch eine sinnvolle Maßnahme gegen jegliche Art von möglichen Nahrungsmittelvergiftungen für wildlebende Mäuse. =)
 
Huhu,

wer selbst schonmal getrocknete Wacholderbeeren gegessen hat, weiß auch, dass die wirklich nicht lecker sind. :D Gehe auch eher davon aus, dass die Mäuse sie nur probieren und dann liegen lassen...
 
Hallo,

ich möchte nun auch bei mixerama bestellen, mag vielleicht jemand kurz über meine Mischung schauen, ob die so OK ist?

mehlhaltige Saaten (70%)
davon Hirse 55%


Hirse, gelbe 300 gr
Hirse, grüne 250 gr
Hirse, japanische 250 gr
Hirse, Manna 250 gr
Hirse, Marokko 300 gr
Hirse, Mohair 250 gr
Hirse, rote 300 gr
Hirse, schwarze 250 gr
Hirse, Senegal 300 gr
Hirse, silber 300 gr

Amaranth 50 gr
Buchweizen 100 gr
Dari, Sorghum 100 gr
Grassamen 100 gr
Kanariensaat 50 gr
Raygrassamen 100 gr
Spinatsamen 100 gr
Unkrautsamen 100 gr
Wiesenrispengras 50 gr

Getreide (15%)

Dinkel, bio 100 gr
Gerste 150 gr
Hafer 100 gr
Mais 50 gr
Paddy Reis 100 gr
Roggen 150 gr
Weizen 100 gr

ölhaltige Saaten (8%)

Fenchelsamen 50 gr
Hanf 100 gr
Kardi 100 gr
Karottensamen 50 gr
Nigersaat 50 gr
Wildsamen 50 gr

Blüten, Gemüse, Kräuter (5%)

Heublumenblüten 50 gr
Dillstiele, grob 50 gr
Karottenscheiben 50 gr
Pastinake 50 gr
Tomatenflocken 50 gr

tier. Eiweiß (2%)

Gammarus 100 gr


Danke und liebe Grüße
Rumba
 
die Blüten würde ich weg lassen, die dienen höchstens als Nistmaterial - allerdings stören die natürlich auch nicht. Vom Rest her sieht's eigentlich gut aus.

Eiweiß sollte besser separat zugefüttert werden, weil's sich sonst u.U. sehr ungleichmäßig auf die Bewohner verteilt. Ist aber kein Muss.
 
Danke für die fixe Antwort, dann lasse ich die Blüten weg, für Nistmaterial ist es doch bissel teuer... ;-) Gammarus habe ich schon einzeln zu Hause und würde sie dann auch weiter einzeln zufüttern, hatte sie nur der Vollständigkeit halber mal mit erwähnt =)

Lg Rumba
 
Ich hab mal eine kurze Zwischenfrage: mischt ihr alle nach Gewicht oder sieht das nur so aus?
Vom Selbermischen beim Rennmausfutter kenne ich es nur so, dass man nach Volumen mischen soll... *grübel*
 
Huhu!

Nach Gewicht.
100g Hirse ist nur einer kleiner Berg. 100g Blüten ein riesen Haufen. ;-)

Mit Volumen meinst du zB eine Tasse davon und eine Tasse von jenem?
Dann würde das mit dem Beispiel von Hirse und Blüten vielleicht auch wieder einigermaßen passen. *grübel* Es passt ja mehr Hirse in eine Tasse als Blüten.

(Jetzt bin ich auch verwirrt. *kirre*)
 
Blüten und Eiweiß in der Mischung finde ich irgendwie immer doof. Die gibt es bei mir unabhängig davon.

Ich meinte z. B. 1 Schnapsglas (= 1 Volumeneinheit) Hirse und 1 Schnapsglas Mais. Vom Gewicht vielleicht ähnlich, aber vom "Inhalt" (Inhaltsstoffe, Nährstoffe, usw) bzw der Menge irgendwie trotzdem nicht vergleichbar.

In Sachen Rennmausernährung bin ich eigentlich relativ fit, aber bei Farbmäusen dreht sich bei mir alles *grübel* :D
 
naja, wenn das Verhältnis stimmt, ist es egal, ob nach Volumen oder nach Gewicht.
Man darfs nur nicht 1:1 umlegen.

Also wenn man nach Gewicht mischt:
100g Hirse
50g Haferflocken

dann ist das nicht zwingend auch:
2x Tasse Hirse
1x Tasse Haferflocken

aber vom "Inhalt" (Inhaltsstoffe, Nährstoffe, usw) bzw der Menge irgendwie trotzdem nicht vergleichbar
Solange es halbwegs ausgewogen ist, passt es, egal ob nach Volumen oder Gewicht.
Die Mäuse fressen ja nicht ein Korn hier, ein Korn da ... Sondern das, was schmeckt. Ideale Nährstoffversorgung geht nur mit Pellets. Und das ist wiederrum pupsmist bezüglich "weitestgehend natürlich".

Ich hab eine Zeitlang nur aus dem Handgelenk gemischt, nachdem ich ein paar mal abgewogen habe.
 
Ich mische auch nach Gewicht. Finde ich auch einfacher, weil man das Zeug ja nicht in Tassen oder Schnapsglaseinheiten kaufen kann :D
 
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